Rise And Fall – Our Circle Is Vicious

Rise And Fall – Our Circle Is Vicious

Rise And Fall – Our Circle Is Vicious

Vier ganze Jahre haben sich Rise And Fall aus Belgien für ihren neuen Longplayer “Our Circle Is Vicious” Zeit gelassen. Dass sie dadurch von der Bildfläche verschwunden sind, kann man aufgrund ihrer vielen Shows nicht behaupten. Dass sie aber auch verdient immer noch in unseren Köpfen herumschwirren, beweist ihr neues Album.
Es wurde aufgenommen in den Godcity Studious und produziert von Kurt Ballou (Converge), sodass jedem schon im Voraus klar war: Kann eigentlich nur gut werden.
Und richtig, Rise And Fall melden sich hiermit offiziell in der Welt des dunklen und aggressiven Hardcores zurück. Ein bisschen cleaner und nicht mehr so rau wie „damals“ bei „Into Oblivion“, aber immer noch ziemlich innovativ.
Los geht’s mit Soul Slayer, kurz, prägnant und laut. Macht Lust auf mehr. Haut das dann folgende „Built On Graves“ noch in die gleiche Kerbe, wendet sich das Blatt beim nächsten Song: Nicht mehr ganz so laut, aber ebenso wunderbar kommt „Harm’s Way“ daher. Dieses Lied ist einfach perfekt, besonders der Refrain lässt einen jedes Mal aufs Neue aufhorchen. Weitere Knaller sind das schon vorab bei Myspace veröffentlichte „In Circles“, das epische und energische „To the Bottom“ und das Album abschließende „Knowing“. Letzteres ist mit 5.05 Minuten nicht nur das längste Lied, sondern auch eines der „gemütlichsten“ und deprimierendsten. Hier merkt man den Converge Einfluss eindeutig.
Eigentlich wären alle Songs erwähnenswert, denn jeder von ihnen ist variabel aufgebaut und wirkt durch die Stimme von Sänger Björn gewohnt intensiv und authentisch – die Weiterentwicklung ist deutlich spürbar.
„Our Circle Is Vicious“ heißt unter anderem so, weil für Björn das Leben ein Teufelskreis ist: Egal, was man neu beginnt, man kommt immer wieder an seinen Anfangspunkt. Doch nicht nur das Leben, auch das neue Album ist ein Teufelskreis: Wenn man es nach 30 Minuten durchgehört hat, möchte man gleich wieder von vorne anfangen….

Autor Ines Kirchner
Wohnort Berlin
Beruf Project Manager
Dabei seit Juli 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Akkreditierungen, Organisatorisches, Reviews
Top-Alben u.a. Gallows - Grey Britain, Bon Iver - Bon Iver, The National - Trouble Will Find Me, Touché Amoré - Parting the sea...
Die besten Konzerterlebnisse u.a. Have Heart (2009, Köln), Gallows (2010, London), Basement (2012, London), Iron Chic, Ceremony, Trash Talk, Rise & Fall, Touché Amoré (divers)

Kommentare

  3 kommentare

  1. FL

    Dem kann ich nur zustimmen; geniale Platte!

  2. Christoph

    Sehr gutes Review auch wenn ich da wie schon gesagt eher ein paar andere Einflüsse raushöre 😉

  3. Tim

    für mich das beste hardcore release in 2009,absolut super,endlich wieder der into oblivion sound in noch ausgereifter mit mehr groove,gefällt! meine 3 favorisierten songs: in circles,stillborn,harms way.

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