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Ritual – Beneath Aging Flesh and Bone
08.04.2009 | Autor: freier Redakteur | Schreibe einen Kommentar | 40 Klicks

Ritual - Beneath Aging Flesh and BoneAls ich damals per Myspace Bekanntschaft mit RITUALs Musik machte, haben die 4 Recklinghausener Jungs Midtempo Hardcore/Rock gemacht und das hat sich 2009 soweit nicht geändert. BENEATH AGING FLESH AND BONE, von Reflections Records veröffentlicht, ist definitv ein hörenswertes Album, doch wie hörenswert genau, da kommen wir jetzt zu.

Wer Entombed als Influence – und vor allem deren rockigstes und experimentellstes Album Wolverine Blues – angibt, kann schon fast gar keine schlechte Musik machen oder? BENEATH AGING FLESH AND BONE fängt mit einem Instrumental an, genauer gesagt nur mit Gitarrensound. Shiver, Name des Openers, bereitet den Hörer perfekt auf die kommenden rund 25 Minuten RITUAL-Sound vor. Nation Of Flies im Anschluss ist ein melodisch-rotzig-rockiger Midtempokracher, mit einer Steigerung und ‘nem anschließenden Groovepart der wohl einige offene Pits und jede Menge 2-steppende Kids mit sich ziehen wird. Die Texte sind sehr depressiv, nihilistisch und werden mit extremst wütenden, angepissten Shouts perfekt zur Geltung gebracht.

Dem Hörer wird nach dem Eröffnungsfeuerwerk jedoch keine Erholung gegönnt. Somewhere In The Rain ballert aus allen Rohren – Rotzrock-Hardcore at its Best. Bei Guilt Will Get You Anyway, wird etwas Tempo rausgenommen, doch nicht um nicht noch fetter zu grooven. Auf jeden Fall einer der Anspieltipps. Jeder Song funktioniert einwandfrei, rockt, doch das ist auch mein einziges Manko: Die Songs auf BENEATH AGING FLESH AND BONE sind jeder für sich ein geiles Stück – es gibt definitiv keinen schwachen Song auf der Full Length – doch leider auf Kosten des Gesamteindrucks, der leicht(!) monoton wirkt. Doch bei dem unaufhaltlichen Groove kann man da auf jeden Fall drüber hinwegsehen. Ein weiterer Anspieltipp ist The Ghost In You. Reduzierte BPM-Zahl, geiler Songaufbau, Entombed wären stolz.
Beendet wird BENEATH AGING FLESH AND BONE von Black Sea, einem extrem melodischen, geilem Rocksong mit sehr interessanten Lyrics. Die kompletten Texte sind auf jeden Fall lesens- und den einen oder anderen Gedanken wert.

Die Recklinghausener haben definitiv ihren Sound gefunden und veröffentlichen hier ein fettes Brett. Für die Zukunft wünsch ich den Jungs etwas mehr Mut, etwas mehr Experimentierfreude – so gibt’s ein 7 von 10 mit Platz nach oben.


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