Satanic Surfers – Back From Hell

Musikrichtung Skatepunk
Redaktion
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In einer Zeit, in der wohl der größte Boom in Sachen Punkrock und vor allem auch Skatepunk von statten ging, hatte auch eine Band aus Malmö ihre besten Tage. Mit Millencolin und No Fun At All waren die Satanic Surfers auf diesem Feld wohl die erfolgreichsten Vertreter ihres Landes

All-Time Klassiker wie „Hero Of Our Time“ und „666 Motor Inn“ werden immer noch gerne genannt, wenn man über die besten Skatepunkalben aller Zeiten redet. Durch ihre Mischung aus politischen, persönlichen und skatespezifischen Texten, gepaart mit schnellen, ausgefeilten Rhythmen und Riffs spielte sich die Band nach und nach in die oberste Riege der 90er-Punkszene und das Ergebnis waren Welttourneen mit Lagwagon oder Millencolin.

Nach sechs Alben allerdings kam im Jahr 2007 die Auflösung und bis 2015 sollte tatsächlich Ruhe herrschen. Zwar gab es in den Jahren dazwischen schon Stoff, der einem die Erinnerung an Rodrigo Alfaros Stimme erhielt und klar waren Atlas Losing Grip eine gute Band – aber sie waren eben keine Satanic Surfers.

Somit war der Freudenschrei riesig, als die Nachricht der Reunion die Runde machte. Mittlerweile gibt es die Band seit knapp drei Jahren wieder und nach vielen ausverkauften Touren durch die Welt, kommt nun auch endlich wieder ein Album. Und das könnte mit „Back From Hell“ nicht treffender betitelt sein.

Die Herren klingen auch 2018 so frisch und unerschöpft, als wäre 1995 und man hielte „Hero Of Our Time“ in den Händen. Die Platte startet mit der bereits vorab veröffentlichten Single „The Usurper“. Und das ist wohl eine Nummer, die man so schon seit gefühlt 100 Jahren nicht mehr gehört hat. Schnell, hart, voller Power. So muss das klingen. So und nicht anders.

Weiter geht´s in flottem Tempo, ganz so wie es sich für die Schweden gehört: „Catch My Breath“, „Self Medication“ und „All Gone To Shit“. Die Platte kracht weiterhin frisch, fromm, fröhlich und frei durch die Boxen. Meistens im Up-Tempo angesiedelt, wechseln sich teilweise metallastige Riffs und Soli mit fein geschliffenen Rhythmen ab und die altbekannte Stimme von Rodrigo Alfaro lässt einen auch jederzeit wissen, was sich im Plattenteller dreht. Der „neue“ Drummer Stefan Larsson (immerhin schon seit 2014 dabei) hämmert auf dem Schlagzeug rum und macht seine Sache so perfekt, dass man allgemein aus dem Schwärmen schwer raus kommt.

Die weiteren Tracks sind alle zu gut,um wirklich einen hervorzuheben. „Back From Hell“ it schlichtweg eine große Platte, die wirklich an die Klassiker der Satanic Surfers herankommt. Das Niveau von „Hero Of Our Time“ erreicht sie nicht ganz, ist aber wirklich nur ein kleines bisschen dahinter anzusiedeln. Den schwedischen Skatepunk-Heroen ist so ein Comeback gelungen, wie es wohl nur wenigen Bands gelingt, die viele Jahre aus dem Tritt war.

 

 

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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