Seaway – Colour Blind

Album Colour Blind
Band Seaway
Musikrichtung Pop-Punk
Redaktion
Lesermeinung
6

Ein Album schreiben schaffen viele. Wovor sich allerdings jede Band, die es ansatzweise ernst meint und der die Zeit gut gesinnt ist, nicht lange drücken kann, ist dessen Nachfolger. Dank offensichtlicher Schwierigkeiten eine Hürde, die nicht für jedermann zu meistern ist. Der neue Tonträger soll schließlich keine Kopie des Debüts sein, sondern möglichst gleich besser und fortschrittlicher klingen als der erste Gehversuch. Man will ja seine Spuren hinterlassen.

Seaway werden das mit ihrem Sophomore-Album, „Colour Blind“, wahrscheinlich nicht schaffen. Sicher, ihr straighter Pop-Punk geht immer noch gut voran, ins Ohr und ist letztlich genau so, wie Pop-Punk aus der Genre-Schublade eben klingen sollte. Die Band versucht in keinster Weise etwas zu sein, was sie nicht ist – und das ist an sich auch gut so. Dennoch scheint es, als seien die Herren beim „Colour Blind“-Schreiben etwas faul gewesen: das Album ist nicht grottenschlecht, aber keinesfalls eine Weiterentwicklung seit „Hoser“ (2013) und zeitweise leider nichts mehr als der Inbegriff fehlender Inspiration. Irgendeine neue Pop-Punk-Platte eben. Eine, die man zwar durch den Tag hören kann und manchen auch die Langeweile zu vertreiben weiß. Aber eben auch eine, bei der man sehr schnell vergisst, dass man sie überhaupt je gehört hat. Dem ganzen Projekt geht jeglicher Wiedererkennungswert ab.

Seaway haben es – leider – nicht geschafft, die große Hürde des zweiten Albums mit Erfolg zu meistern. Die Kanadier wollten sie eher mit genau derselben Technik nehmen, die bei „Hoser“ noch funktioniert hat. Ein Stolpern war die Folge.

Kommentare

  1 kommentar

  1. Tim

    muss dem review leider widersprechen: für mich neben state champs und the neck deep das beste pop punk-album des jahres. aber das cover ist echt schrecklich..

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