Slow Bloomer – Nudity

Die vier jungen Dresdener und Leipziger von Slow Bloomer haben sich einer mit Post-Hardcore unterlegten Mischung aus Emo und Indie verschrieben. Mit viel Hall auf der Stimme wird dabei nicht nur Atmosphäre geschaffen, sondern werden darüber hinaus auch nicht selten Erinnerungen an die großartigen Basement wach. Ob laut oder leise, die hohen Töne oder die tiefen Lagen, verzweifeltes Geschrei oder fast zarter Gesang, stimmlich klappt jede Variation – gerne auch mal alles in nur einem Song verpackt.

Verschiedenste Einflüsse finden sich ebenfalls in der Musik ihres Debütalbums „Nudity“ wieder. Beginnt „Hazel Grave“ beispielsweise mit dunklen Western-Sounds, wechselt der Song innerhalb der nächsten fast fünfeinhalb Minuten zwischen Alternative, Indie und Emo hin und her. Jedes Mal, wenn dem Quartett eine bestimmte Richtung scheinbar zu langweilig wird, kommt etwas Neues hinzu. Die Entwicklung wirkt deswegen aber nicht gleich verkrampft oder zu gewollt, sondern durchaus natürlich. „Hazel Grave“ obendrein um einiges kürzer als er tatsächlich ist – ein Phänomen, mit welchem sich fast jeder der insgesamt zehn Songs beschreiben lässt.

Zwischen Aggression und Frustration, Verzweiflung und Hoffnung. Slow Bloomer machen mit ihrem Debütalbum bei dem weiter, was sich einige der Mitglieder bereits mit ihren Vorgängerprojekten Continents. und Reason To Care gewidmet haben – nur mit hörbar weniger Hardcore und deutlich mehr Hall.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
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Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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