State Champs – Living Proof

Album Living Proof
Musikrichtung Pop-Punk
Redaktion
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Zu dem fast unheimlich guten Wetter, das uns aktuell heimsucht, darf die passende Musik natürlich nicht fehlen: Da kommt es nicht ungelegen, dass sich State Champs mit einer neuer Platte zurückmelden. Die Gruppe, die sich 2010 in Albany, New York, gegründet und seitdem eine Handvoll EPs und zwei Alben veröffentlicht hat, steht schließlich für munteren Pop-Punk, mit dem sich eigentlich jeder anfreunden kann. In dieser Hinsicht macht auch „Living Proof“ nicht alles falsch – so viel sei schon mal verraten. Bei der Entstehung des Albums arbeiteten State Champs zunächst mit John Feldmann zusammen, welcher der Band zu prominenter Unterstützung verhalf (dazu später mehr) und im Anschluss dann mit Mike Green und Kyle Black, die schon an „Around The World And Back“ beteiligt waren.

Mit ein paar neuen Inspirationen darf man also schon rechnen und tatsächlich: „Dead And Gone“ und „Mine Is Gold“, aber auch „Criminal“ und „Sidelines“ begeistern mit ihrer unbefangenen Art. Die vier Stücke klingen unzweifelhaft nach State Champs, wirken aber gleichzeitig wie Urlauber, die freudestrahlend und mit frischer Energie ausgestattet aus der Karibik zurückkehren. An „Dead And Gone“ hat übrigens Mark Hoppus von Blink-182 mitgewirkt – die eingangs erwähnte prominente Unterstützung also. In der Ballade „Time Machine“ bekommt man Hoppus später sogar zu hören. Seine Beteiligung war für die Band selbst eine ziemliche Überraschung, wie Gitarrist Tyler Szalkowski in einem Interview mit Away From Life verraten hat. Als John Feldmann seinen Freund Mark mitbringen wollte, glaubte schließlich niemand ernsthaft, dass am nächsten Tag der Mitgründer von Blink-182 vor der Tür stehen würde. Tat er aber.

Leider wirken State Champs aber nicht überall so frisch und gewitzt wie in den vier eben genannten Songs. Ganz im Gegenteil, tummeln sich auch so einige mittelmäßige Songs auf „Living Proof“, wie „Frozen“, „Lightning“ oder „Our Time To Go“, die ein bisschen arg schlicht und plump klingen, sodass das Entdeckungspotential auf Dauer beschränkt ist. Bei der recht hohen Anzahl von 13 Songs, mündet das nicht zuletzt in Langatmigkeit.

„Living Proof“ gehört daher zu den Platten, die zwar mit Hits auftrumpfen können, abseits davon aber gleichzeitig an Mittelmäßigkeit kranken. Das bedeutet nicht, dass man mit dem Album nicht das großartige Wetter genießen könnte. Nur ist die Halbwertszeit von „Living Proof“ leider doch recht gering.

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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