Stick To Your Guns – True View

Album True View
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Ein klarer Blick auf die Geschehnisse, die aktuell unsere Gesellschaften bewegen, ist nicht bei jedem ausgereift und freilich kümmert auch nicht jeden, was da vorgeht. Bei den Jungs von Stick To Your Guns aus Orange County ist das jedoch immer schon ein Thema gewesen. In ihren Songs klopfen sie seit je her nicht nur hohle Phrasen durch, sondern beschäftigen sich sowohl textlich, als auch durch das aggressive Gesamtkonstrukt mit vielen unbefriedigenden Entwicklungen. „True View“ macht da keine Ausnahme.

So beginnt die Platte mit einer Art Intro, so wie es bei Stick To Your Guns dazu gehört, welches dann fließend in „The Sun The Moon The Truth“ übergeht. Und dieser Song bricht los, wie eine Fusion aus Wirbelsturm, Vulkanausbruch und Tsunami. Man spürt vom ersten Ton an eine ungebändigte Wut in Jesse Barnetts Stimme. Sie durchdringt einen regelrecht.

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Generell ist es hier schwierig, die einzelnen Song auseinander zu nehmen oder separat zu bewerten, da kein einziges Lied in irgendeine Richtung abdriftet – weder positiv noch negativ. Das Album ist ein homogenes Machwerk, welches es verdient als Gesamtes beschrieben zu werden.

So klingt die Abmischung und der Klang der Gitarren so, wie er auch auf den Vorgängern schon daherkam. Klar, hart verzerrt und definiert, wodurch sie die Riffs und Melodien gut rüber bringen und dem Hörer kein wirres Soundgemisch bieten. Die Vocals von Jesse bewegen sich zwischen übelst aggressiven Shouts bis hin zum cleanen Gesang in höchst melodischen Sphären. Die Wut im Bauch bekommt auch durch die Baselines und Drums immer passend ihre Unterstützungen.

Stick To Your Guns stellen mit „True View“ abermals unter Beweis, warum ihre Fangemeinde in den letzten Jahren zurecht sehr stark angewachsen ist. Denn sie spielen sowohl musikalisch als auch textlich in einer der Premium-Ligen. Mit „True View“ legen sie zwar die Messlatte im Vergleich zu ihren vorherigen Alben nicht zwingend höher, jedoch senkt sich das Niveau auch keinesfalls. Ein Fehlgriff ist die Scheibe somit keinesfalls. Und wer die neuen Songs und Klassiker gerne mal live sehen und hören und spüren möchte, der kann sich aktuell davon überzeugen, denn STYG sind auf Headlinertour mit Being As An Ocean und Silent Planet im Vorprogramm.

youtu.be/9KHwAlbUE-A

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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