Story Of The Year – Wolves

Album Wolves
Musikrichtung Post-Hardcore, Emo
Redaktion
Lesermeinung
5

Seit gut 17 Jahren sind Story Of The Year auf dem Markt und mit ihrer Mischung aus Emo, Poppunk und Post-Hardcore auf der ganzen Welt unterwegs. Anfänglich schossen ihre Alben wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden: So erschienen allein zwischen 2002 und 2010 vier Stück.
Somit kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Wartezeit von geschlagenen sieben Jahren schon fast unmenschlich lange gewesen ist, bis endlich mit „Wolves“ der neue Silberling in den Läden steht.
Grundsätzlich vorne weg: Story Of The Year bleiben sich treu und haben ihren Stil nicht groß verändert. Was dem eingefleischten Hörer schon beruhigend entgegenkommen sollte.

Die Band um Sänger Dan Marsala hat uns also dieses Jahr einmal mehr die Geschichte des Jahres zu erzählen und diese beginnt mit einem Intro, das auch dem Trailer für einen Horrorfilm entsprungen sein könnte.
Fließend geht es dann hinein in den ersten Song „How Can We Go On“, welcher ein ganz cooler schnellerer Punksong ist und sich mit kleinen Gangshouts sowie netten Riffs mitten ins Herz des Hörers ballert. Der Auftakt ist also durchaus gelungen.
Mit „Bang Bang“ folgt anschließend gleich ein klassischer Poppunk-Song, bevor mit „Youth“ ein absolutes Zuckerstück auf dem Plan steht. Denn wir sprechen hier von einem Interlude, welches knapp eine Minute Gitarrensolis beinhaltet und direkt in die astreine Emonummer „I Swear I´m Ok“ über geht.

youtu.be/VP_3RZyiXYU

Bei „Miracle“, „Can Anybody Hear Me“ und „Part Of Me“ erhält die Emo-Schiene dann in der Mitte des Albums weitere Spielzeit, bevor mit „Give Up My Heart“ ein ehr im Harnrock anzusiedelnder Song an den Start geht.
Letzten Endes teilen sich auch die verbliebenen Lieder dieses 14 Trackers wieder die üblichen Stile untereinander auf, für die Story Of The Year seit ihrer Bandgründung stehen.
Aber da „My Home“, „Like Ghosts“ und „Praying For Rain“ auch alle ihre ruhigen Parts haben oder sogar Balladen sind, kann man schon sagen, dass Story Of The Year mit den Jahren ruhiger geworden sind. Es sind härtere Parts vorhanden, aber es überwiegt der eher gediegene Teil. Zum Glück hat Dan Marsala eine Stimme, die dem Ganze gewachsen wird und ein kleines bisschen Glanz verleiht.

Grundsätzlich haben wir mit „Wolves“ beileibe kein schlechtes oder gar langweiliges Album vorliegen, aber leider fehlt einem beim Hören doch irgendwie der Aha-Effekt. „Wolves“ bewegt sich vergleichbar mit einer Sinuskurve auf und nieder und bringt nach einem wirklich starkem Start leider die nötige Verbissenheit nicht bis zum Ende mit. Der Band geht nach knapp 20 Minuten einfach die Luft aus.
Produktionstechnisch gibt es hingegen gar nichts zu bemängeln: Der Sound ist fett und klingt richtig gut. Im Groben sollten sich Fans der Kombo durchaus zufrieden zeigen, denn grössten Teils klingen Story Of The Year fast so, als wäre immer noch 2003. Und wer sich damals in die Band verliebt hat, wird auch das neue Album lieben.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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