Terror – Total Rataliation

Band Terror
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
4.3333333333333

Langjährige Fans oder treue Hörer sind ja im Grunde immer relativ leicht zu befriedigen, denn wenn es auf neuen Alben keine unerwarteten Überraschungen gibt, sind sie eigentlich immer zufrieden. Die Urgewalt des aggressiven Old School Hardcores namens Terror sind eine dieser Bands. Die 2002 in Los Angeles gegründete Combo hat seitdem mehr als 15 Tonträger aller Art veröffentlicht und auch der neueste Streich reiht sich nahtlos in die bisherige Diskografie ein.

Die bösen Riffs mit den wechselnden Tempi paaren sich wieder perfekt mit Scott Vogels unverkennbaren und immer wütenden Shouts. Aggressivität quasi in musikalischer Reinform. Überraschungen findet man, wie üblich keine, wobei man mit „Post Armageddon Interlude“ einen reinen HipHop-Track drauf hat. Aber wie der Titel schon sagt, ist es nur ein Zwischengeplänkel, das aber eindeutig Donald Trump thematisiert. Ansonsten ist alles beim Alten.

„This World Never Wanted Me“ ist zwar ein relativ untypischer Opener, da er sehr schleppend und langsam ist, aber auch solche Songs fanden sich schon immer im Repertoire der Band. Ohnehin wird gleich beim zweiten Song „Mental Demolition“ die Keule wieder im schnelleren Tempo geschwungen und Terror bolzen einem ihre bekannte Wut entgegen und Nick Jett kann sein Schlagzeug gut bearbeiten.

So arbeiten sich die fünf Herren Song für Song durch das Album. Immer auf das bedacht, was sie ausmacht. Das Gitarrenspiel von Martin Stewart und Jordan Posner und die Bassläufe von Chris Linkovich mit eben genanntem Nick Jett an den Drums, die ihren unverkennbar brüllenden Frontmann perfekt in Szene setzen.

An siebter Stelle positioniert findet sich dann auch der Titeltrack wieder. Eine schnelle Nummer mit ein paar Wechseln in der Geschwindigkeit. Aber eine fette Nummer, das kann man beruhigt so stehen lassen. Wenn dann der Track Nummer 13 („Resistant To The Changes“) die knappe halbe Stunde beschließt, ist man auch durchaus geneigt, die Playtaste erneut zu drücken, denn kurzweilig sind die neuen Songs definitiv und das kann man sich auch locker mehr als ein Mal am Stück rein ziehen.

„Total Retaliation“ ist im Grunde nicht besonders, aber halt auch nicht für die Tonne. Es ist bestimmt nicht das beste Album, das Terror bisher gemacht haben, aber sicher auch nicht das schlechteste, wenn es das überhaupt gibt. Der Hitfaktor ist wie immer sehr hoch, wobei das immer schon eine Stärke der Band war. Und es sind glücklicherweise nicht diese melodischen Anwandlungen und Experimente vertreten, wie sie Madball auf ihrem aktuellen Album etwas zu massiv verbaut haben. Terror bleiben sich treu, Terror machen Hardcore, für den sie geliebt werden und versprühen ihre Energie nicht nur live sondern auch auf ihren Platte. Und das hebt sich auch verdientermaßen von der grauen Masse ab.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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