The Amity Affliction – Youngbloods

Album Youngbloods
Musikrichtung Hard Rock, Metal
Redaktion
Lesermeinung
5

The Amity Affliction sind die neuen Hard-Rock Überflieger aus Australien. So zumindest werden sie von ihrem Label in der Ankündigung zum neuen Album betitelt. Bevor man dort allerdings auf die Musik eingeht, beschreibt man lieber den derzeitigen Erfolg, die ach so große Fanbase und dass die Aufnahmen zum neuen Album bereits Anfang 2012 beginnen sollen. Auf der Facebook-Seite der Band steht das musikalische Tun auch erstmal im Hintergrund. Vielmehr geht man wieder auf die Fans ein, welche für die Shows durch das ganze Land reisen und sich auch öfter mal zu Tattoos der Band um Sänger Joel Birch hinreißen lassen würden. Was hat es nun aber mit der Musik auf sich? Laut der Facebook-Seite machen sie Metalcore und Post-Hardcore. Laut der Vorankündigung von Roadrunner aber dann doch eher Hard-Rock und Heavy-Metal. Höchste Zeit ihr neues Machwerk „Youngbloods“ unter die Lupe zu nehmen.

Ein theatralischer Beginn. Schreie durchbrechen den sphärischen Melodiebogen und schon setzt ein Gewitter aus Doublebass und verzerrten Gitarren ein. Scratches, Crowdchöre, Geigen im Hintergrund. The Amity Affliction feuern schon zu Beginn aus allen Rohren. Es dauert ganze eineinhalb Minuten, bis dann die Growls von unglaublichem Boygroupgesang abgelöst werden. Das ist einfach zu viel. Aber es wird nicht besser. Im folgenden „Anchors“ schraubt sich der Gesang in derartig beunruhigende Höhen, dass man sich das live garnicht vorstellen will. Aber die Australier sind noch lange nicht am Ende angekommen, denn Elektroelemente dürfen natürlich auch nicht fehlen. Eine Reizüberflutung für die Ohren. Aber was ist mit den Grundelementen der Musik? Hinreißende Melodien? Gute Texte? Innovationen? Fehlanzeige! Jeder einzelne Song auf diesem Album wäre austauschbar und kein einziger bleibt im Kopf hängen.  Die Info zum Album verrät, dass die Jungs zwar auf freche Songtitel und Partylaune setzten, aber jeder einzelne ihrer moshbaren Songs auch eine Message beinhalte. Messages, die man aber schon tausend Mal gehört und die schon einhundert Mal besser übermittelt wurden. So bleibt eine seichte Mixtur aus entschärftem Metalcore und Hard-Rock mit hohem Männergesang und Klassikelementen, die nicht überzeugend sondern einfach nur peinlich wirkt. „RIP Forghorn“ mit den übertrieben Elektroelementen oder der Titelsong mit der überschwenglichen Theatralik sind nur zwei Bespiele und könnten durch jedem anderen Song von „Youngbloods“ ersetzt werden.

Bei The Amity Affliction steht die Musik einfach hinter dem Auftreten. Was sie dort verkörpern, fehlt in der Musik. Nicht zu weich, nicht zu hart und bloß nirgends anecken. Auf H2O’s Kracheralbum „Nothing To Prove“ von 2008 befindet sich ein Song, der den schönen Titel „What Happened?“ trägt. Mit The Amity Affliction reiht sich eine weitere Band in die Riege der Bands, für die dieser Song geschrieben wurde.

Autor Andreas Steiner
Wohnort Stuttgart
Beruf Redakteur
Dabei seit März 2011
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews
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Kommentare

  4 kommentare

  1. m

    sorry, aber wenn ihr absolut mal keine ahnung habt haltet doch bitte die FRESSE!
    Ich glaube kaum, dass ihr irgendetwas von einem review versteht oder zumindest von dieser musik.
    TAA haben wohl eine junge zielgruppe hin oder her und betreiben wegen mir eine riesige promopolitik. trotzdem solltet ihr mal mehr den fokus auf die musikalischen leistungen legen und nicht die facebookseite auf ihren szenefaktor überprüfen.
    eurer idiotisches system alben immer nur mit 10 oder 1 Punkten zu bewerten nervt.
    macht doch einfach nur fotos,damit ihr euch die gästelistenplätze abschnatzen könnt.
    DANKE!

  2. Marcus

    In dem Review wird sehr wohl auf die musikalischen Leistungen eingegangen und sogar zur Genüge! Weil was soll man über so eine Band auch groß schreiben? Haha, echt, so Kommentare sind immer wieder lustig! Und wenn du mal genau gucken würdest: Es gibt auch Reviews die 4 oder 5 Sterne bekommen haben auf Stageload. 😉 Also halt du Mal lieber schön deine FRESSE.

  3. marco

    selten sowas dämliches gelesen. aber wieso jetzt die review, das album ist 2010 veröffentlich worden?!

  4. Patrick Siegmann

    Laut Roadrunner Records, die das Album in Deutschland / Europa vertreiben, ist VÖ-Termin der 21. Oktober 2011. Deswegen lag uns die Platte jetzt zum Review vor und nicht im letzten Jahr.

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