The Riot Before – Rebellion

The Riot Before - Rebellion

The Riot Before – Rebellion

The Riot Before aus Virginia haben mit ihrer LP „Fists Buried In Pockets“ vor knapp zwei Jahren ein schlicht großartiges Debüt hingelegt und auch auf ihrer Deutschlandtour mit Death Is Not Glamorous im Frühling 2009 überzeugt. Im April diesen Jahres folgte nun das zweite Werk der Combo aus Richmond mit dem Titel „Rebellion“ auf Paper+Plastick Records.


„The Middle Distance“ und „Back Stage Room“ liefern einen überaus guten Einstieg auf „Rebillion“, beide Titel gehen ordentlich nach Vorne und wer sich eingehend mit Hot Water Music beschäftigt hat, der wird hier manchmal schon stutzig werden, wie doch beide Songs in manchen Sekunden verdächtig nach der Handschrift von Chuck Ragan und co. klingen. Nichtsdestotrotz geben The Riot Before ihren Songs aber stets eine eigene Note, nicht zuletzt durch die tollen Lyrics aus der Feder von Sänger Brett. Vor allem „Uncharted Lands“ sowie „The Things I Hate“ glänzen dabei durch schöne Phrasen. Insgesamt bietet „Rebellion“ die ein oder andere Zeile, welche man ruhig an so manche Wand schmieren könnte. Immerhin sind The Riot Before eine Band die auch gesellschaftskritisch und politisch zur Sache gehen kann, das haben die Jungs schon auf „Fists Buried In Pockets“ mehr als deutlich gemacht. „The Oregon Trail“ entpuppt sich, so muss man das leider sagen, als kleiner Schwächling zwischen den sonst so starken Songs. Der Titel macht sich als klassischer, kraftvoller und zum mitgröhlen geeigneter Punk Rock-Song zwar alle Mal gut, mehr aber leider auch nicht, denn insgesamt wirkt er etwas kurzweilig. Das Nachfolgende „Tinnitus“ macht diese kleine, fast unmerkliche Enttäuschung aber spätestens wieder wett, auch wenn wieder etwas vom Gas gegangen wird. Aber Punk Rock muss ja nicht immer mit Vollgas nach Vorne gehen. Das abschließende „To live how we believe“ lässt am Ende aber dann doch kaum einen Zweifel mehr zu: Hier hört man gerade eine der besten Punk Rock-Platten 2010, trotz der kleinen Macken.
Avail, Jawbreaker, Hot Water Music – Alles Bands von denen sich The Riot Before wohl bei ihrer Musik die nötige Inspiration geholt haben. Dabei hatte die Band aber wohl kaum auf dem Schirm, dass sie es mit der Zeit schaffen würden sich in die Reihe dieser grandiosen Bands einzureihen. The Riot Before haben mit „Rebellion“ schon ihr zweites großartiges Album veröffentlicht und spätestens wenn das so weitergeht gehören sie zu den ganz Großen, wenn nicht sogar schon jetzt.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Definitiv vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Hinterlasse einen Kommentar