The Subways – Money and Celebrity

Label Warner
Musikrichtung Indie, Pop, Rock
Redaktion
Lesermeinung
3

Trotz „Rock’n’Roll Queen“ sind die Subways irgendwie immer unbekannter gewesen, als man es erwarten würde. Mit dem neuen Album „Money and Celebrity“ wird sich das ändern. Nicht, weil die neue Platte so’n Knaller ist – das ist sie nämlich nicht -, sondern, weil das Label so dermaßen viel Einsatz in die Promomaschine steckt: SAT.1 Frühstücksfernsehen, tapetv Dächersession, Streetgig in Koblenz, deutsche Facebook Statusupdates, zahlreiche Zeitschriftencover… Die Band wird so überpräsentiert, als hingen Leben davon ab. Auch ein Weg, um in ihrem Lieblingsland Deutschland endlich große Bekanntheit zu erreichen.

Vielleicht hätte man aber stattdessen doch ein bisschen mehr in die CD investieren sollen. Klar, das Artwork ist süß, so mit der in retro gehaltenen Dita von Teese Kopie. Dazu eine Germany Bonusedition, mit deutschem Refrain im Titeltrack. Gute Voraussetzungen, aber wieso kann dieses Album einfach auch nach zehn Mal hören noch nicht zünden? Weil alles gleich klingt.
Möchte man einen Song herauspicken, der für das Album steht, hat man demnach 12 Lieder, oder auch kurze 37, 6 Minuten, zur Auswahl: Schmissige Melodien, die den nächsten Hit garantieren sollen, meistens Billy als Sänger und Charlotte dann als glorreiche Unterstützung im Refrain – und nicht vergessen: Das Leben ist eine Party, man kann auch ohne Geld Spaß haben, berühmt sein ist nicht toll und Freunde sind besser. Tiefsinnige Songtexte waren ja eh noch nie die Domäne der UKler.

Im Grunde ist „Money & Celebrity“ die logische Konsequenz des Vorgängers „All Or Nothing: Eine schnellüberlegte Partyversion mit weniger Abwechslung, weniger Brillianz, aber dafür mit einer Menge klebriger Ohrwürmer, die einfach nicht mehr weggehen wollen. Ist ja auch irgendwo ein Erfolg. Zumindest, wenn man money und celebrity bekommen möchte.

Autor Ines Kirchner
Wohnort Berlin
Beruf Project Manager
Dabei seit Juli 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Akkreditierungen, Organisatorisches, Reviews
Top-Alben u.a. Gallows - Grey Britain, Bon Iver - Bon Iver, The National - Trouble Will Find Me, Touché Amoré - Parting the sea...
Die besten Konzerterlebnisse u.a. Have Heart (2009, Köln), Gallows (2010, London), Basement (2012, London), Iron Chic, Ceremony, Trash Talk, Rise & Fall, Touché Amoré (divers)

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