Them Crooked Vultures – Selftitled

Them Crooked Vultures – Selftitled

Them Crooked Vultures – Selftitled

Von der Band Them Crooked Vultures, die ein Sideproject von Dave Grohl (Foo Fighters), John Paul Jones (Led Zeppelin) und Joshua Homme (Queens Of The Stone Age) ist, kann man Musik auf höchstem Niveau verlangen und zugleich erwarten. Dass diese drei Vollblutinstrumentalisten sich beim Schreiben der Stücke nicht die Köpfe einhauen, muss an ihrer Professionalität und Freundschaft liegen. Herausgekommen ist jedenfalls immerhin ein stimmiges, selbstbetiteltes Debütalbum.


Joshua Homme trägt den größten Teil des Gesangs und deswegen sei von Anfang an gesagt: Wer sich schon bei Queens Of The Stone Age nicht mit seiner Stimme anfreunden konnte, wird das auch jetzt nicht tun.
Der Rest sollte mal „reinhören“. Reinhören klappt auch anfangs ganz gut. Die ersten 10 Minuten werden mit „No One Loves Me“ und „Mind Eraser No Chaser“ gefüllt. Diese zwei gelungenen Titel geben direkt den Ton des Albums an: Die Musik steht im Vergleich zu den Texten eindeutig im Vordergrund. Die gut durchdachten Songs, die meist von den Instrumenten getragen und durch abwechselnden Gesang an Eingängigkeit hinzugewinnen, würde man irgendwo zwischen Alternative, Progressive und Hard Rock einordnen.
Danach ist man allerdings erst einmal erschlagen. Auf die Ohren donnerte gerade so ein Klangwunder, da bräuchte man jetzt eine locker flockige Melodie für zwischendurch, die man aber nicht unbedingt bekommt. „New Fang“ setzt zwar zu Beginn auf schnelle, treibende Drums, doch der Gesang ist irgendwann einfach zu monoton. Das später folgende „Reptiles“ ist dann wieder eines der Highlights des Albums. Es glänzt durch abwechslungsreichen Aufbau, eine lustige, herunter gelegte Melodie und mehrstimmigen Gesang. Nach dem verstörenden „Interludes With Ludes“ möchte man sich am liebsten in eine Psychiatrie einweisen lassen, das abschließende „Spinning In The Daffodills“ holt dann noch einmal etwas raus.
Nach über einer Stunde oder 13 Titeln hat man „Them Crooked Vultures“ hinter sich gebracht. Ganz ehrlich, für mich persönlich war das zu anstrengend. Keine Frage, die drei Musiker haben’s alle drauf und ein, zwei Lieder einzeln hören, ist auch kein Problem, aber das ganze Album auf einen Ruck? Da muss man von Hommes Stimme und diesem Musikstil schon sehr begeistert sein. Ist wahrscheinlich etwas für die Queens Of The Stone Age Liebhaber und Klangkunstbegeisterten unter uns.
P.s.: Das Album könnt ihr euch schon auf dem „Them Crooked Vultures“ Channel anhören. Hier der Link: www.youtube.com/themcrookedvultures.

Autor Ines Kirchner
Wohnort Berlin
Beruf Project Manager
Dabei seit Juli 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Akkreditierungen, Organisatorisches, Reviews
Top-Alben u.a. Gallows - Grey Britain, Bon Iver - Bon Iver, The National - Trouble Will Find Me, Touché Amoré - Parting the sea...
Die besten Konzerterlebnisse u.a. Have Heart (2009, Köln), Gallows (2010, London), Basement (2012, London), Iron Chic, Ceremony, Trash Talk, Rise & Fall, Touché Amoré (divers)

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