This Is Hell – Black Mass

Album Black Mass
Label Rise Records
Musikrichtung Hardcore, Hardcore, Metal
Redaktion
Lesermeinung
6

Long Island, New York. Knapp ein Jahr ist es her, da haben This Is Hell mit „Weight Of The World“ ein Album herausgebracht, welches eine neue Richtung für die Band aufgezeigt hat. Mit ihrem Rise Records-Debüt haben sich This Is Hell ausgetobt, ihre persönlichen Geschmäcker verarbeitet. American Nightmare meets Anthrax – Hardcore meets Trash.
Weiterentwicklung ist etwas, was in der Hardcore-Szene oft nicht gern gesehen wird, schnell verliert man Fans und ist bei eingesessen Kritikern sprichwörtlich unten durch. Mit „Weight Of The World“ sind This Is Hell zwar auf einem großen Label gelandet, aber auch ein Risiko eingegangen. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ heißt es im Volksmund und ob This Is Hell mit ihrer neuen, trashigeren Ausrichtung gewinnen werden, das wird sich noch zeigen. Mit „Black Mass“ aber verfolgt die Band auch 2011 den gewählten Pfad ohne Kompromisse.
„Acid Rain“ ist der perfekte Opener und macht gleich klar, was man auf „Black Mass“ zu erwarten hat: Hardcore mit trashiger Kante und dem ein oder anderen Metalsolo. Wer das nicht mag, der kann gleich wieder abschalten. This Is Hell verkleiden oder verstecken sich von Anfang an nicht und wie „Black History“ klar macht, haben sie es auch keineswegs nötig: „I won’t hide / swallow my fate“. This Is Hell klingen auf ihrem neuen Album wie eine Trash-Metal-Band aus den Neunzigern: Kraftvoll, angepisst und immer mit Vollgas voraus. Besonders Tracks wie „The Reckoning“ oder „Salt The Earth“ machen beeindruckend klar, wohin die Reise geht. Die Richtung, welche schon mit dem letzten Album eingeschlagen wurde, steht der Band. Man hört förmlich, wie wohl sich This Is Hell in ihrem neuen Gewand fühlen und das macht Spaß.
„Black Mass“ aber einem bestimmten Genre zuzuordnen ist schlicht nicht möglich. Zu viel bekommt man geboten: Mal wird sich auf Metallica zurückbesinnt (The Wars: Part One), mal auf eigene, frühere Veröffentlichungen wie Misfortunes (Black Mass) und mal auf die New Yorker Hardcore-Heroen Killing Time (Mi Nombre). Alles was This Is Hell aber verarbeiten fügt sich perfekt zu einem Gesamtbild zusammen. „Black Mass“ wirkt nicht zu homogen, bietet genügend Abwechslung um nicht nur einmal auf dem Plattenteller zu rotieren.

Vielleicht ist es für manchen nicht das beste Album, das This Is Hell bisher herausgebracht haben, ohne Frage aber das authentischste und musikalisch herausragendste. Nur weil eine Band ihren Stil verändert und sich weiterentwickelt, sollte man ihr nicht den Rücken zu kehren. This Is Hell haben mit „Black Mass“ dafür das perfekte Beispiel vorgelegt. Nicht umsonst steht man auf einer Wellenlänge mit Bands wie Killing The Dream und Comeback Kid, auch wenn man musikalisch längst in andere Gefilde abgedriftet ist.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Kommentare

  6 kommentare

  1. Ines Kirchner

    ich mag das so 🙂

  2. Patrick Siegmann

    Ich werd nicht mehr.. Du magst das, Ines?!

  3. Sascha Schüler

    Wer bist du, und was hast du mit Ines gemacht?

  4. Ines Kirchner

    diese ines findet hin und wieder auch mal ne cd gut.

  5. Andreas Steiner

    Bei diesem Qualitätsurteil ist man beinahe ja schon gezwungen mal reinzuhören!

  6. Stefan The Berei

    THRASH, Mensch, THRASH.

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