TIDES! – Celebrating A Mess

Band TIDES!
Musikrichtung Punk
Redaktion
Lesermeinung
7

„TIDES! kommen aus dem Saarland und spielen Punkrock“ – langweiliger hätten sich die vier jungen Männer kaum beschreiben können. Nach Ausflügen in Metal-Regionen und Singer/Songwriter-Gebieten haben sich die Herren nun für den guten, alten Punkrock entschieden. Bodenständig, leicht zu begreifen und auf vor allem ziemlich gut.

Klingt bei den ersten beiden Tracks „Intro 9000 (We Won’t Make It Through The Night)” und „Signals Southwest” bei den Gitarren und den Drums noch hörbar die Metal-Vergangenheit durch, entwickeln sich TIDES! bei „Kristina, Stop Fucking With My Mind“ und „OKLand“ zur astreinen Melodic-Punkrock-Band – Sing-Alongs inklusive. Und an „Call Me, Demons!“ könnte auch so mancher Pop-Punk-Fan Gefallen finden. „Stay Warm pt. II“ fährt dann wieder die härtere Schiene, bleibt dem Punkrock aber treu. „Homecoming“ funktioniert ähnlich. Fast fünf Minuten lang, durch eine wohlplatzierte kleine Pause aber in gefühlt zwei Teile gespalten und zum Schluss wieder etwas poppiger – der perfekte Übergang zu „Lonely Islands, Sober Minds“. Schlusslicht „Heartcuffs“ fasst mit seinem verspielten Punkrock „Celebrating A Mess“ dann wunderbar zusammen.

Würde man TIDES! nun nur auf ihr Debütalbum reduzieren, könnte sie schnell als absolut belanglos abstempeln und ihnen raten, vielleicht lieber etwas zu spielen, was man noch nicht von etlichen anderen Bands kennt. Tatsache ist aber, dass es TIDES! trotz bekanntem Rezept (oder gerade wegen diesem) schaffen, dem Hörer bei jedem Song ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Sei es nun wegen kleiner Melodien, Soli oder gar einiger Chöre. Das Quartett beherrscht sein Handwerk tadellos und präsentiert mit „Celebrating A Mess“ ein Album, das nicht nur eine Band vorstellt, sondern sie auch nicht vergessen lässt – und zweifellos so einigen Leuten im Ohr bleiben wird. Einfach ist eben nicht gleich langweilig.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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