Trainwreck – Of Concrete Canyons and Inner Wastelands

Trainwreck - Of Concrete Canyons and Inner Wastelands

Trainwreck – Of Concrete Canyons and Inner Wastelands

Ich bin wohl etwas spät dran, was dieses wunderbare Stück deutscher Musiklandschaft angeht, aber die LP ist leider nur auf Umwegen in meinen Händen gelandet. Trainwreck sind eine der deutschen Hardcore-Bands, welche sich auch einen Namen in den Vereinigten Staaten gemacht haben, denn da waren die fünf Jungs aus dem Raum Köln/Aachen, schon zweimal mit den Kollegen von Comadre auf Tour. Mit selbigen haben Trainwreck auch eine Split im Jahr 2008 veröffentlicht.
Mit anderen Releases sieht es aber ziemlich Mau aus: Lediglich 2006 haben sie eine selbstbetitelte EP veröffentlicht, welche aber Heute kaum noch zu bekommen ist. Da wird es Zeit für Nachschub!
Im späten Frühling diesen Jahres, passend zur US-Tour, hat die Band ihre neue LP „Of Concrete Canyons and Inner Wastelands“ heraus gebracht. Diese beinhaltet sechs Songs zwischen Hardcore, Crust und Screamo, zwischen Tragedy und Perth Express. Chaos meets Melodie – dieser Slogan ist wohl das Aushängeschild von Trainwreck. Auch auf „Of Concrete Canyons and Inner Wastelands“ geht es wieder sehr raubeinig zur Sache, wer ein empfindliches Trommelfell hat wird spätestens nach zwanzig Sekunden die Nadel von der Platte nehmen. „Less Than Nothing“ ist ein famoser Einstieg und mindestens genau so niveauvoll geht es mit „We Must Run“ und „Dem Staub keine Träne“ weiter.
Auch auf ihrer neuen LP mischen Trainwreck wieder deutsche mit englischen Versen und schaffen dadurch eine große lyrische Vielfalt. Manches Gehör mag nach der Hälfte der Platte schon überfordert sein, denn Trainwreck sind chaotisch wie eh und je, von Songstruktueren hat man hier noch nie etwas gehört und bestimmt wird sich das auch nie ändern. „The Dead Next Door“ ist ein wahrer Übersong, dieses mal zwar im mid-tempo Bereich, aber dennoch mangelt es hier nicht an Energie und Melodik. Zum Schluss geht es mit „We‘ve Got Skies In Mind, But No Stars To See“ und „Mistakes and Misdirections“ in Richtung Zielgerade, dementsprechend wird das Tempo hier auch erneut ein bisschen angezogen. Da wird ein kleiner Wermutstropfen wohl sein, dass es Trainwreck wieder nur auf eine Länge von knapp dreiundzwanzig Minuten geschafft haben, schade aber auch. Nimmt man alle Releases der Band zusammen, so kommt man insgesamt gerade auf sechzig Minuten. Wie dem auch sei, ein Konzert kann mit den Songs auf jeden Fall aufziehen und wer sich von der geballten Energie einer der besten deutschen Hardcore-Bands überzeugen will, der sollte dieses schleunigst auf der nächsten Tour von Trainwreck tun und wenn jemand „Of Concrete Canyons and Inner Wastelands“ noch nicht zu Hause hat: Unbedingt zugreifen!

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Kommentare

  1 kommentar

  1. Denny

    Ganz großartige Band und eine solide Schribe. Live haben die Trainwrecks aber deutlich mehr Power!

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