Voltage – Ain’t Nothing

Band Voltage
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
5

Keine zehn Minuten kracht es, schon ist der Spaß vorüber. Und der geneigte Zuhörer fragt sich: Was kann ich jetzt bitte kaputt machen? Denn die erste 7-Inch von Voltage strotzt vor Negativität, Aggression und Energie – Prädikat „sehr gut“ schon einmal für die passende Namenswahl der All-Star-Band rund um AYS-Frontmann Schommer. Neben ihm haben irgendwann im Herbst letzten Jahres u.a. Mitglieder von Get It Done und Abfukk das Projekt Voltage ausgerufen. Das Erstlings-Werk „Ain’t Nothing“ gibt es schon seit Oktober 2013 auf Vinyl zu erstehen; Digital Natives werden auch auf Spotify fündig.

Zehn Minuten sind kurz. Aber nicht so kurz, dass sich Voltage nicht auch ein kleines Intro gönnen dürften. Und so kommt der Titeltrack erst nach gut einer Minute in Fahrt, stampfend und sehr eingängig. Ceremony lassen grüßen – das hört sich gut an und fodert unweigerlich zur Bewegung auf. Zum Ende des Songs könnte man fast meinen, ein Didgeridoo brummen zu hören. Hardcore meets World Music? Eher nicht. Der punkige Oldschool-HC-Sound setzt sich in den sechs verbleibenden Songs mit höherem Tempo fort. Schommer hetzt durch die Songs, die bisweilen etwas verworren klingen. Manchmal nämlich scheinen 70 rasante Sekunden einfach nicht auszureichen, um die ganze Energie der Musik zu entfalten und zwischen den Ohren nachhaltig hängen zu bleiben.

„Aint’t Nothing“ ist ein knackiges, kurzweiliges Stück HC-Punk mit einigen Facetten und Live-Potential; im Song „New Face“ ist gar Zeit für ein kurzes Gitarren-Solo. Die Handschrift vom Energiebündel Schommer ist klar erkennbar: Wer schon an AYS Gefallen fand, wird von der ersten Voltage-Platte nicht enttäuscht sein – auch wenn es hier durchaus stressiger zur Sache geht.

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