Wage War – Deadweight

Album Deadweight
Band Wage War
Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
5

Das erste Album wurde gefeiert. Auf der Vans Warped Tour waren sie gerne gesehen – bei Wage War läuft es derzeit. Daran soll auch der Zweitling „Deadweight“ tunlichst nichts ändern. Zur Sicherheit hat man sich abermals prominente Unterstützung an Bord geholt: Produziert wurde das Album von Andrew Wade und Jeremy McKinnon. Letzterer wird sich vermutlich doppelt darüber freuen, so auch gleich den Nachwuchs seiner Heimatstadt Ocala zu unterstützen. Denn Wage War kommen aus eben jener Stadt, dessen Stadtschlüssel jüngst an A Day To Remember überreicht wurde.

In den zwei Jahren zwischen ihrem Debüt und „Deadweight“ haben Wage War sich nicht groß neu orientiert, sondern Detailarbeit betrieben. Gerade das Gitarren-Riffing hat sich in dieser Zeit verbessert und wirkt nun ausgereifter und intensiver. An der allgemeinen Ausrichtung hat sich aber nichts geändert: Wie gehabt, gibt es kraftvollen Metalcore mit viel Wums und einer Menge Breakdowns auf die Ohren. Deutlich mehr noch als auf dem Vorgänger, schmücken Wage War ihr Album mit flotten Refrains aus – vor Ohrwürmern und besonders „Southbound“ sei an dieser Stelle gewarnt!

Weniger tanzbar macht das „Deadweight“ freilich nicht. Denn da wäre etwa die nackenbrechende Dampfwalze „Stitch“, inklusive Slipknot-Vibes und garantierter Gehirnerschütterung im Pit. Noch mehr Tempo und außerdem Gangshouts bietet „Never Enough“, sodass es gar keiner Aufforderung zum Circle-Pit mehr bedarf. Ganz anders verhält es sich mit der Rock-Pop-Ballade „Gravity“, dessen musikalische Herkunft zwar klar zu erkennen ist, die durch ihren oberflächlichen und arg radio-ambitionierten Refrain aber eher blass bleibt.

Von dieser Kleinigkeit abgesehen, gibt es nicht viel an „Deadweight“ auszusetzen. Seinen Vorgänger stellt es problemlos in den Schatten. Und Ocala kann mittlerweile auf zwei erfolgreiche alternative Bands stolz sein.

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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