Wayfarer Youth – Moving Mountains

Musikrichtung Alternative, Punk
Redaktion
Lesermeinung
6

„Für Fans von Jimmy Eat World und Basement“ war schon im vergangenen Sommer ein äußerst gutes Argument, um sich die „Complete“-EP von Rivers & Tides doch mal zu Gemüte zu führen. Ergänzt um Namen wie Title Fight oder Twin Red lässt sich ähnliches nun auch zum neuen Werk von Wayfarer Youth sagen.

Melodisch, rau und emotional geht es in den fünf Tracks zu. Bedient Opener „Winter“ zunächst noch primär die Freunde des düsteren Alternative-Rock, sticht Nachfolger „Golden Crown“ schon mehr durch seinen dezenten Punkrock hervor – allerdings nicht so extrem wie „Poisoning Thoughts“. Dieser hat sich zwar nicht dem Punkrock verschrieben, durchbricht dafür aber mit ruhigem Balladen-Anstrich gekonnt die brachiale Energie der EP. Verloren gegangen ist die aber ganz gewiss nicht, „Poisoning Thoughts“ fungiert vielmehr als kleines Luftholen, als die wortwörtliche Ruhe vor dem Sturm. „Storm“ schlägt dann nämlich mit rauem Punkrock wieder gewohnte Töne an. Schlusslicht „Cut And Run“ hätte dagegen auch von Jim Adkins und seiner Band stammen können. Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass es für den Weg von Wayfarer Youth wahrlich nichts bedeutet, dass die Band unter anderem aus Mitgliedern der Hardcore-Band Striking Justice besteht.

Wayfarer Youth haben sich auf „Moving Mountains“ den ernsten Themen des Lebens verschrieben – Liebe, Glück und Co. Hoffnung auf das allseits beliebte Happy End haben sie freilich auch. Und so verstecken sich die fünf Niederländer nicht hinter gehauchten Stimmchen, sondern treten mit starken Vocals an die Öffentlichkeit. Teilweise erinnert das sogar leicht an Volbeat.

Doch wie schon bei Rivers & Tides sollte man auch Wayfarer Youth nicht nur wegen diverser Vergleiche mit anderen Bands auf dem Schirm haben. Das Quintett aus Hengelo macht eine moderne Mischung aus Alternative und Punkrock und ist somit schlicht mehr als eine bloße Kapelle für Fans anderer Musiker.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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