We Ride – Empowering Life

Band We Ride
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
4

Wenn man an Hardcore denkt, fällt einem als erstes wahrscheinlich nicht Spanien ein. Mit ihrem neuen Album scheinen We Ride das ändern zu wollen. Die Mischung aus Oldschool-Hardcore im modern-metalligen Gewand hat schon so manch gute Platte hervorgebracht. Bei „Empowering Life“ geht die Rechnung allerdings nicht hundertprozentig auf.

We Ride machen auf dem Album eigentlich nichts Schlechtes, aber hier ragt so gar nichts heraus. Treibende Gitarren werden gepaart mit einem punkigen Schlagzeug, das den Hörer nach vorne treiben soll. Dazu kommen noch einige Mosh und Two-Step-Parts und die fast schon obligatorischen Gangshouts. Doch richtig markant wird das Ganze erst durch die Stimme von Frontfrau Mimi Telmo. Mit ihrer spitzen hohen Stimme, welche schon fast jungenhaft klingt, bringt sie die Lyrics auf ihre ganz eigene Art rüber. Diese beschäftigen sich auf gar nicht so plumpe Art mit sozialen und persönlichen Problemen.

„The soul I want to be / I know it’s starts in me / I will I will, I will always be more / Damaged but not broken“

Doch leider hört sich das Album über weite Teile arg beliebig an. „Empowering Life“ ist kein schlechtes Album. Doch macht es das, was es will, nicht so gut, wie es sein könnte. Die Band bedient sich an jeglichen Richtungen des Hardcores alter Schule und vermischt diese. Doch einen wahren Charakter versprüht die Musik keine. Vieles hat man schon einmal gehört. Doch zu diesen Problemen gesellen sich auch noch einige produktionstechnischer Art. Oft kommt die Musik zu dünn und zu kraftlos daher. So sind einige harte Parts bei weitem nicht energisch, wie sie sein könnten. Auch die punkigen Stellen wirken nicht besonders rotzig.

„We Ride“ hatten die Chance ein sehr solides und anerkanntes Stück Hardcore, wenn nicht vielleicht sogar ein spanisches Meisterwerk zu schaffen. Doch leider sind weite Teile des Albums zu beliebg, dünn und oft auch zu uninspiriert geraten. Auf 36 Minuten Spielzeit kann da schon mal die Langeweile aufkommen. Man kann nur hoffen, dass man mit dem nächsten Album zu mehr Eigenständigkeit und kreativ kommt und die Produktionsprobleme beiseite schafft.

Autor Aaron-Corin Hane
Wohnort Lüneburg/ Wolfenbüttel
Beruf Student
Dabei seit März 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Interviews, Reviews
Top-Alben Stick To Your Guns - die letzten 3 Alben, Black Sabbath - Paranoid, Wolf Down - Stray From The Path, Dream Theater - Train Of Thought, The Beatles - Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, Parkway Drive - Atlas
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