Weezer – Everything Will Be Alright In The End

Band Weezer
Musikrichtung Alternative
Redaktion
Lesermeinung
6

Ric Ocasek hat es wieder getan: Nachdem er schon Weezers Debüt und das „Green Album“ produziert hat, werkelte er auch am neunten Album „Everything Will Be Alright In The End“ mit. Nicht nur mit dem Produzenten sind Weezer damit endlich wieder bei ihren Wurzeln angekommen, auch der Sound ist der echte Weezer-Sound. Eingefleischte Fans der Band werden sich freuen: keine Raps, kein Steve Aoki oder sonstige merkwürdige Experimente.

Zweiundvierzig Minuten lang liefern die vier Musiker gute, vergnügte Rockmusik mit eingängigen Melodien ab. Dabei werden die kurzweiligen Songs nicht langweilig und bieten eine gute Abwechslung zwischen harten, virtuosen Gitarrenriffs und sanften Klaviermelodien. Die Kinderstimme am Beginn wirkt beim ersten Hören etwas gruselig, dann aber setzt mit voller Kraft „Ain’t Got Nobody“ ein. Mit Zeilen wie „Ain’t got nobody, ain’t got nobody, ain’t got no one to really love me“ erinnert der Song an Wheatus‘ „Teenage Dirtbag“. Sänger Rivers Cuomo versinkt fröhlich trällernd in Selbstmitleid und besingt sein Alleinsein. Im Grunde geht es auf dem ganzen Album um die Themen Liebe, Frauen und Liebeskummer – und wie am Ende doch alles gut werden kann. Die Band lässt in ihren Texten den Gefühlen freien Lauf, beschwert sich offen über die Frauenwelt und badet im Selbstmitleid. Besonders die Single „Cleopatra“ kann sich dabei hören lassen. Hier rechnet Cuomo mit seiner Ex ab: „You can’t control me no more Cleopatra. You’re older, you’re colder.“

Ein wahrlich gelungenes Album der amerikanischen Alternative-Rock-Band. Wer das „Green Album“ mochte, wird „Everything Will Be Alright In The End“ lieben. Am Ende wird eben auch bei Weezer alles gut.

Autor Denise Frommeyer
Wohnort Mainz
Beruf Online-Redakteurin
Dabei seit November 2014
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