WSTR – Red, Green Or Inbetween

Band WSTR
Musikrichtung Pop-Punk
Redaktion
Lesermeinung
6

„Our good friends in WSTR released their debut album today! Its absolutely killer so make sure you go grab a copy and support UK Pop Punk!“

Ihrem Facebook-Post zufolge scheinen Neck Deep vom neuen WSTR-Album „Red, Green Or Inbetween“ ziemlich überzeugt zu sein. Das Gegenteil wäre allerdings auch sehr merkwürdig, schließlich klingen WSTR auf ihrem Album-Debüt fast 1:1 wie Ben Barlow und Konsorten. Selbst eingefleischte Fans müssen hier schon ganz genau hinhören. Das Album gehört deswegen aber natürlich nicht automatisch in den Abfall und freilich gibt es bei Weitem auch schlechtere Bands, mit denen man in eine Schublade gesteckt werden kann. Doch vergeht in keiner Sekunde der Plagiatsverdacht.

„Red, Green Or Inbetween“ weiß entsprechend mit demselben Rezept zu punkten, wie im Sommer 2015 auch schon Neck Deeps „Life’s Not Out To Get You“: Klassischer, eingängiger Pop-Punk, der sich, obwohl bereits zuhauf in ähnlicher Weise auf dem Markt, noch immer anhören lässt. Tanzbar, mitsingbar und an und für sich auch ein starkes erstes Album der Briten. Vergleicht man es allerdings mit ihrer Debüt-EP „SKRWD“, fällt es auf ganzer Linie durch.

War die EP mit viel Melodie, starken Riffs und in erster Linie rauen Vocals vollgepackt, ist bei „Red, Green Or Inbetween“ nun alles austauschbar geworden. Alles, was WSTR noch vor eineinhalb Jahren besonders gemacht hat, hat nun Altbekanntem Platz gemacht. Ganz so als wollte die Truppe ihr Publikum nicht überfordern, hat sie sich gegen ihren alten Sound und scheinbar für den einer anderen Band entschieden. Traurigerweise ist zum Schluss das einzig Überraschende, dass der eigentlich obligatorische Akustik-Track ausgeblieben ist.

This EP ist close to perfection“ hieß es bei der „SKRWD“-EP. Zu „Red, Green Or Inbetween“ lässt sich folgendes sagen: Selten hat ein Album so sehr nach einem Plagiat geklungen!

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
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Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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