You Me At Six – VI

Album VI
Musikrichtung Alternative, Indie, Pop
Redaktion
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Indie, Pop, Rock – eine Mischung, die sicher nicht für jeden gemacht ist, aber durchaus funktioniert. Seit jeher zeigen uns das You Me At Six aus Weybridge in England. Und dass die Menschen auf der Insel in Sachen Musik gerne experimentieren, das ist nun auch kein Geheimnis.

Die 2004 gegründete Combo veröffentlicht nun mit „VI“ bereits ihr siebtes Studioalbum und das ist wirklich ein Stück Musik der gemischten Gefühle. In zehn Akten zeigen die Mannen um Sänger Josh Franceschi, dass sie in Sachen Songwriting und auch in der musikalischen wie technischen Umsetzung einiges drauf haben, aber sich wohl doch lieber in Ruhe und mit mehr Zeit hinsetzen sollten, um ein Album zu schreiben.

Das etwas rockige „Fast Forward“ eröffnet die Scheibe. Sachte und vorsichtig scheint sich der Song irgendwie zu steigern – klingt sehr gut. Weiter geht es dann mit einem Indie-Song namens „Straight To My Head“, der sachte an The Killers und Konsorten erinnert.

Mit „Back Again“ dagegen folgt ein totaler Popsong, den auch Justin Timberlake geschrieben haben könnte und wohl nicht zufällig auch für den großen Markt und Radioshows geeignet ist. Zumindest einen gewissen Ohrwurmfaktor hat der Song.

Die Bandbreite der verschiedenen Stile, die You Me At Six in ihren Werken verbauen, lässt auch darauf schließen, dass man sich einfach auch nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen will. Grundsätzlich natürlich ein lobenswerter Ansatz.

Doch „VI“ flacht nach dem tatsächlich interessanten Anfang leider immer mehr ab und mündet in eine gewisse Tristesse, die in mehr oder weniger langweiliger Art und Weise dann auch nicht besonders endet. Nach den anfänglich experimentellen und stilistisch gut gemischten Stücken überwiegt nämlich insgesamt eher viel Popmusik, und da diese ja meistens billig in ihren Melodien ist, machen auch You Me At Six hier keine Ausnahme.

Vielleicht sollte man sich einfach etwas mehr Zeit lassen und nicht jedes Jahr oder alle zwei Jahre ein Album veröffentlichen. Dann könnte man sich besser um die Qualität im Songwriting kümmern. Definitiv klangen You Me At Six schon mal stärker.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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