Young The Giant – Mirror Master

Musikrichtung Indie-Rock
Redaktion
Lesermeinung
0

Auf ihrem letzten Album „Home of the Strange“ beschäftigten sich Young the Giant noch intensiv mit der Gesellschaft, der Politik und kultureller Vielfalt. Nun kehren sie aber zu dem zurück, was sie am besten können: verletzlicher Indie-Rock, in dem sie sich mit sich selbst und ihrem Leben auseinandersetzen.

Das war schon auf ihrem Debüt Garant für gefühlvolle Songs – „My Body“, „Cough Syrup“ oder „12 Fingers“ sind da nur einige Beispiele. Auf ihrem neuen Album „Mirror Master“ setzen sie genau dieses Konzept erneut um. Zwar etwas poppiger als früher, dennoch aber mit genauso ehrlichen Texten. Schon gleich der erste Song „Superposition“ zieht den Hörer in den Bann von Sameer Gadhias weicher Stimme – mit einem etwas kitschigen, aber dennoch liebevollen Text über das Verliebtsein: „I don’t believe in fate. No psychic vision. But when things fall into place, superposition. In any universe you are my dark star.“

Heraus sticht der Song „Oblivion“, ein wahnsinniges Klanggebilde aus Gitarrenriffs, Drums und weiteren Instrumenten, das sich nach und nach immer mehr aufbäumt. Ein bedrohlicher, dunkler Track über Ängste, nach dem der Hörer bereit ist, sich seinen eigenen Gedanken zu stellen: „Nothing’s real. I really mean it that’s the way I feel. You see right through it. ‚Cause you’re just like me. The greatest magic trick you’ve ever seen. Come on and disappear.“

Gelungen ist auch „Darkest Shade of Blue“, ein kurzer, beruhigender Song über Ängste und Depressionen, der mit sehr wenigen Worten auskommt: „I’m here with you. When your hands are shaking. I’m here with you. And your heart is racing. I’m here with you. In the darkest shade of blue.“ Mit dem schnellen Track „Mirror Master“ setzt die Band noch einen wunderbaren Schlusspunkt. Young the Giant haben nach „Home of the Strange“ so definitiv wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden.

Autor Denise Frommeyer
Wohnort Mainz
Beruf Redakteurin
Dabei seit November 2014
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Kraftklub - Mit K, James Blake - s/t, Casper - Hinterland, Tame Impala - Currents, Zugezogen Maskulin - Alle gegen alle, Kendrick Lamar - Good Kid, M.A.A.D. City, Fatoni & Dexter - Yo, Picasso, Mädness & Döll - Ich und mein Bruder
Die besten Konzerterlebnisse Kraftklub, Clueso, The xx, Casper, K.I.Z., Marteria

Hinterlasse einen Kommentar