Sonntagsbrunch Teil 1 mit Amplified Hate, Escape The Void & New Native

Sonntagsbrunch Teil 1 mit Amplified Hate, Escape The Void & New Native

Stageload war und ist immer auch eine Bühne für kleinere Bands, die nicht in den großen Hallen spielen oder noch am Anfang ihres Weges stehen. In unserer neuen Rubrik „Sonntagsbrunch“ geben wir nun in regelmäßigen Abständen drei Bands die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen. Den Anfang machen Amplified Hate, Escape The Void und New Native:

Amplified Hate

Steckbrief

  • Stilrichtung: Hardcore
  • Label: Deafground Records
  • Gegründet: 2007
  • Herkunft: Chiemgau
  • Mitglieder: Chris „Wetty“ Wettengel  (Vocals), Bertl Öllerer (Schlagzeug), Chris Schmid (Gitarre), Steven Enlow (Gitarre), Flo Kolb (Bass)
  • Website: https://www.facebook.com/amplifiedhatehc/

Kurzbiografie

In den Anfängen haben sich die jungen Hüpfer aus dem Chiemgau zum Teil auch noch damit beholfen, bekannte Songs wie „Gotta Go“ (Agnostic Front) zu covern um ein halbwegs volles Liveprogramm zusammen zu stellen. Aber relativ schnell wurden eigene Songs zum Hauptprogramm, die von Drogen, Zusammenhalt und dem Seelenleben handeln. Sozialkritisch, klar gegen Rechts positioniert und nach mehr als zehn Jahren und Konzerten mit allem, was das Genre so her gibt (Terror, Madball, H2O, Hatebreed uvm.), kann man von den Jungs schon behaupten, dass sie alte Hasen im Geschäft sind.

Diskografie

  • 2008 – World Of My Own (Album)
  • 2010 – Once Upon A Time (Album)
  • 2012 – Split w Inward Effect und Last Backdrop (EP)
  • 2013 – A New Chapter (Album)
  • 2016 – The Dogfight (7”)
  • 2017 – Crossroads (Album)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Die Musikgeschmäcker der einzelnen Bandmitglieder. Wir hatten im Laufe der Jahre einige Mitgliederwechsel und immer hat sich unsere Musik dadurch etwas zum Besseren verändert. Bei uns bringt jedes Mitglied seine Ideen mit ein und wir versuchen dabei nicht zu sehr in Schubladen zu denken und uns nicht von aktuellen, meistens kurzlebigen, Trends beeinflussen zu lassen.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Musikgeschmäcker sind so verschieden. Das wichtigste ist, dass die Leute überhaupt Platten kaufen und diese auch schätzen! Um die Frage aber im Hinblick auf unser Musikgenre zu beantworten:

Terror – One With The Underdogs

Lionheart –  Undisputed

H2o –  Nothing to Prove

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Ein einziges Konzert zu nennen ist schwierig. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die besten Konzerte oft die sind, von denen man nicht viel erwartet. Ein Konzert in einem winzigen Club, bei dem das Publikum voll mitzieht, macht mehr Spaß, als das Konzert in der großen Halle, bei dem jeder nur mit verschränkten Armen herumsteht. Sehr in Erinnerung geblieben sind uns trotzdem das Konzert mit Agnostic Front im ausverkauftem Backstage Werk in München und das Chiemsee Summer Festival 2014. Das war schon etwas ganz Besonderes.

Tobi van den Wildmannen

Escape the Void

Steckbrief

  • Stilrichtung: Hardcore, Deathcore, Metal
  • Gegründet: 2016
  • Herkunft: Karlsruhe
  • Mitglieder: Lukas Kiep (Gesang), Fabian Lauer (Bass), Claudio Oechsler (Drums), Tobias Stulz (Gitarre) und Kevin Frisch (Gitarre)
  • Website: https://www.facebook.com/EscapeTheVoidOfficial/

Kurzbiografie

Völlig aus der Leere, eben the Void, entstand die Metalband 2016. Fünf Musiker aus dem Raum Karlsruhe, die sich vorher gar nicht kannten. Sänger Lukas Kiep hatte sich per Facebook auf die Suche nach Gleichgesinnten gemacht, die Bock darauf hatten, ein paar Songs zusammen zu schreiben. Doch knapp zwei Wochen später saßen die Gründungsmitglieder der Band im Wohnzimmer von Bassist Fabian Lauer – und waren sich schnell einig, wohin die Reise gehen sollen. Es sollte ein bisschen was von allem sein, das die Musiker beeinflusste, was sie auch selbst gerne hörten. Eine Mischung aus klassischem Metal, Deathcore, Hardcore und vielen weiteren Einflüssen. Und auch textlich geht es um alles, was die Bandmitglieder bewegt: Wut, Angst, Depression, Ausgrenzung, Populismus.

Diskografie

  • 2019 – Inhuman (EP)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Also Bands, die uns beeinflusst haben; sind definitiv Within The Ruins, Lamb of God und Born of Osiris. Ansonsten all die guten Umstände, die dazu geführt haben, dass es Escape The Void überhaupt gibt. Zum Beispiel, dass da ganz am Anfang fünf Jungs zusammen saßen, die sich überhaupt nicht kannten, die aber genau das gleich vorhatten. Das erste Treffen kam nach einem Facebook-Post von Lukas zustande, der eine Band gründen wollte. Klappt sehr selten, aber innerhalb einer Woche war die Anfangsbesetzung zusammen und wir haben uns super verstanden. Am Schlagzeug und der Gitarre gab’s jeweils einen Wechsel seitdem und auch da hatten wir mega Glück. Claudio und Tobi haben sofort super in die Band gepasst – menschlich wie musikalisch.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Dire Straits – Brothers in Arms

Metallica – Master of Puppets

Rage Against The Machine – Selftitled

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Für uns bisher sicher das Konzert mit Our Hollow, Our Home, das wir letzten Sommer gespielt haben. Unsere erste große Support-Show. Wenn man noch auf Konzerte schaut, die wir besuchen, sind’s eher Festivals als Konzerte. Auf dem Summerbreeze und bei Rock am Ring waren wir schon, auch wenn man da meistens nicht die ganze Band zusammenbekommt, aber auch das kriegen wir noch hin.

Denise Frommeyer

New Native

Steckbrief

  • Stilrichtung: Emo/Indie
  • Label: Midsummer Records
  • Gegründet: 2013
  • Herkunft: Wien/Berlin
  • Mitglieder: Alex (Drums), Christian (Gitarre, Klavier), Michael (Gitarre, Gesang), Simon (Bass)
  • Website: https://www.instagram.com/newnativeband

Kurzbiografie

Nach diversen gemeinsamen Punk- & Hardcore-Projekten entschlossen wir uns 2013, sanftere Töne anzuschlagen. Die erste EP „Twisting“ erschien 2014, mit der wir Pianos Become The Teeth auf ihrer „Keep You“ Releasetour begleiten durften. Nach zwei weiteren EPs und Touren quer durch Europa erschien 2018 unser Debütalbum „Asleep“.

Diskografie

  • 2014 – Twisting (EP)
  • 2015 – Soul Cult (EP)
  • 2016 – Swing Low (EP)
  • 2018 – Asleep (Album)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Da gibt es musikalische und persönliche Einflüsse. Musikalisch haben wir uns anfangs an Bands wie Balance & Composure, Pedro the Lion und True Widow orientiert. Ab 2015 wurden wir experimentierfreudiger und es kamen Künstler wie Copeland, Sufjan Stevens und The National hinzu. Persönlich hatte die räumliche Trennung der Band ab 2016 Einfluss auf unsere Musik – aktuell pendeln wir zwischen Wien, Berlin und Istanbul.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

– Simon & Garfunkel – „Sounds of Silence“
– Beach Boys – „Pet Sounds“
– Pedro the Lion – „Control“

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Die Releaseshow unseres Debütalbums „Asleep“ in Wien Anfang 2018. Wir hatten zuvor mit unserem Indie/Emo/Rock-Gemisch nie so richtig Platz in der Wiener Szene gefunden. Entsprechend überrascht waren wir, als das B72 beim Abschluss unserer Releasetour in Wien rappelvoll war. Ich (Michael) habe das Set als eines der bewegendsten und emotionalsten Bühnenerlebnisse in Erinnerung.

Eure Band soll auch mal an dieser Stelle stehen? Dann schreibt uns einfach an ines@stageload.org – wir versuchen alle zu berücksichtigen.

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