Sonntagsbrunch Teil 2 mit Sorry For Escalating, Linhay & Nakam

Sonntagsbrunch Teil 2 mit Sorry For Escalating, Linhay & Nakam

Stageload war und ist immer auch eine Bühne für kleinere Bands, die nicht in den großen Hallen spielen oder noch am Anfang ihres Weges stehen. In unserer Rubrik „Sonntagsbrunch“ geben wir drei Bands die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen. Im zweiten Brunch sind Sorry For Escalating, Linhay und Nakam dabei.

Sorry For Escalating

Steckbrief

  • Stilrichtung: Alternative/Emo
  • Gegründet: 2014
  • Herkunft: Karlsruhe
  • Mitglieder: Paul (Gitarre, Vocals) Luc (Gitarre), Max (Bass), Luke (Drums)
  • Website: epk-sorryforescalating.de

Kurzbiografie

Die Karlsruher Jungs haben seit ihrer Gründung 2014 nicht nur ihren Gig-Radius erweitert, sondern auch ihren musikalischen Horizont und pendeln sich nun bei Alternative / Emo ein. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Stuck“ (2016) und der Akustik Single „Things Are Gone“ (2017) kam im Frühling 2018 die zweite EP „Losing Sleep“ auf den Markt. Von Europa über die UK bis hin zu den USA wurde die Platte über DIY Labels promotet.

Diskografie

  • 2016 – Stuck (EP)
  • 2018 – Losing Sleep (EP)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Die größten Einflüsse kriegen wir von Künstlern, die wir selbst hören. Wir hören alle sehr unterschiedliche Musik, aber können uns ganz gut auf Bands aus der Emo und Alternative Szene einigen. Genau in dieser Szene haben wir mittlerweile unseren musikalischen Stil gefunden und sind sehr glücklich damit. Somit versucht jeder seine musikalischen Einflüsse auf unsere Songs wirken zu lassen, die dann letztendlich einen SFE Titel formen.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Basement – Promise Everything

Title Fight –  Floral Green

Turnover –  Peripheral Vision

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Diese Frage zu beantworten ist nicht so einfach… Wenn wir uns auf ein Konzert einigen müssten, wäre das vermutlich der Auftritt bei DAS FEST letzten Sommer in Karlsruhe, das wir selbst seit dem Kindheitsalter besuchen. Vor Freunden, Familie und vielen neuen Zuhörern an einem warmen Festival-Sommertag zu spielen ist für uns eine ziemlich coole Sache. Auf der anderen Seite haben wir letztes Jahr vor Weihnachten ein DIY Jahresabschlusskonzert auf die Beine gestellt, was super intim und wunderschön war.

Linhay

Steckbrief

  • Stilrichtung: Emo/Indie/Alternative
  • Gegründet: 2017
  • Herkunft: Kiel
  • Mitglieder: Jörn Borowski – Gitarre/Vocals,  Finn Martens – Gitarre, Fabian Körting – Bass, Gunnar Vosgröne – Drums/Vocals
  • Webseite: https://www.facebook.com/linhayband/

Kurzbiografie

Wir haben uns 2017 gegründet und  spielen seit Anfang 2018 Konzerte. Ende 2017 haben wir unser DIY-Demo „You & I“ aufgenommen und über Bandcamp veröffentlicht. Im November 2018 haben wir zusammen mit den Münsteraner Shoegaze-Göttern  SHUN unsere erste Tour gespielt. Zurzeit arbeiten wir unter Hochdruck an unserem Debütalbum, das später in diesem Jahr erscheinen wird.

Diskografie

  • Linhay – „You & I“ 2017 (Demo)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Da wir alle aus der Punk/Hardcore/DIY-„Szene“ kommen, sind wir natürlich auch noch nachhaltig von dieser beeinflusst. Überhaupt eine Band zu gründen, Musik zu machen, Konzerte zu spielen und daran zu wachsen, wäre für uns ohne diesen Hintergrund nicht denkbar. Wenn man das auch nicht so sehr in unseren Songs hört, so spielt es doch in unserer Einstellung gegenüber dem Musikmachen und der Welt eine entscheidende Rolle: DIY ist für uns super wichtig und wir lieben es, dass wir auf diesem Wege neue Leute und Bands kennenlernen können.
Musikalisch sind die Einflüsse mittlerweile so vielfältig, dass es uns sehr schwer fällt, diese auf den Punkt zu bringen.  In Bezug auf Linhay sind es vor allem Bands  wie z.B. American Football, Mineral, Jimmy Eat World, Algernon Cadwallader , Turnover oder Pinegrove.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

American Football – S/t (1999)

Jimmy Eat World – Clarity

Turnover – Peripheral Vision

Was war euer bisher beeindruckendstes Konzert und warum?

Wir hatten das Glück, im Dezember 2018 die Leoniden bei ihrem Jahresabschluss-Konzert im Kieler Max zu supporten. Das ist ein Club, der ungefähr 1.500 Menschen fasst und das Konzert war lange im Voraus ausverkauft. Zu unserem Set war es dann schon wirklich richtig voll und die Leute hatten Bock und Spaß. Das war auf jeden Fall ein richtig surreales Erlebnis, für das wir den Leoniden sehr dankbar sind. Die schönste Zeit hatten wir aber auf jeden Fall auf unserer Tour mit SHUN, auf der wir acht Konzerte zusammen gespielt haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns die Show im Kafe Marat in München zusammen mit den großartigen Watching Tides und Spirit Desire, die musikalisch wie menschlich unfassbar toll waren. Das war der vorletzte Tourtag und da stimmte einfach alles: Die Veranstalter waren toll, die Menschen, die zur Show gekommen sind genauso (inklusive Überraschungsbesuch aus Kiel), das Essen, die Bands. Und wir waren einfach so schön weit weg von zuhause.

Nakam

Steckbrief

  • Stilrichtung: Hardcore Punk
  • Gegründet: 2013
  • Herkunft: Stuttgart/Tübingen
  • Mitglieder Jochen (Drums), Jo (Vocals), Kai (Bass), Jojo (Gitarre), Philipp (Gitarre)
  • Webseite https://www.facebook.com/nakambedeutetrache/

Kurzbiographie:

Wir spielen seit 2013 zusammen. Wir sind aus Tübingen und Stuttgart. Die Szene in dieser Gegend ist klein aber fein und (fast) jeder kennt (fast) jeden. Wer Lust hat in einer Band zu spielen, begegnet sich früher oder später fast zwangsweise. Bei uns fünf war das jedenfalls so. Die ursprüngliche Idee war es, eine Band im Sinne der New Bomb Turks zu haben. Als die Band komplett war, die ersten Songs geschrieben waren und später die ersten Rezensionen über unsere Aufnahmen geschrieben wurden, fielen die Vergleiche jedoch gehäuft auf Poison Idea. Auch damit können wir allerdings sehr gut leben!

Diskografie:

  • Nakam – Demo (Tape) 2014
  • Nakam – Nakam (LP) 2015
  • Nakam – Nakam (EP,7”) 2017

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Wie oben schon geschrieben, war es ursprünglich der Plan, ein New Bomb Turks Rip-Off zu werden. Die New Bomb Turks hatten eine unglaubliche Energie auf der Bühne und man spürte, die haben Bock auf genau das, was die da tun. Dazu kommt natürlich, dass sie geile Songs geschrieben haben. Das sind für uns drei wesentliche Attribute, die eine Band haben sollte. Ob diese auf uns auch zutreffen, das müsst ihr entscheiden. Der zweite musikalische Einfluss wurde auch schon oben genannt: Poison Idea. Die schätzen wir alle in der Band schon sehr und auch wenn sie uns zunächst gar nicht als musikalisches Vorbild gedient haben, so finde ich es doch bemerkenswert, dass Nakam sich unbewusst an ihnen orientiert hat.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Poison Idea – Feel The Darkness

New Bomb Turks – Nightmare Scenario

Adolescents – Adolescents

Was war euer bisher beeindruckendstes Konzert und warum?

Das war am 30.10.2016 in Liège auf unserer gemeinsamen Tour mit Ravage Fix. Die Show selbst war ok, die Aftershow-Party dagegen unvergesslich. Es geschah so viel Obskures, das reicht für ’ne ganze Tour. Es war am Abend vor Halloween und gleichzeitig der letzte Abend des Clubs an sich, weshalb die Halloween-Party einfach vorgezogen wurde. So wurden wir alle geschminkt und verkleidet; Tino von Ravage Fix gefiel seine KISS-Maskerade so gut, dass er sie für den Rest der Tour gleich im Gesicht behielt. Der Club, das war eine besetzte Fabrikhalle am Rande der Stadt. Diese wurde am nächsten Tag zwangsgeräumt. Wie gesagt, Verrücktes geschah in dieser Nacht vieles. Das Verrückteste war aber sicherlich die Situation, morgens um 8 die letzten Bierreserven am Tresen zu süffeln, während um uns herum die eifrigen Kollegen der Müllabfuhr Lüttich begannen, die Halle mit schwerem Gerät zwangszuräumen. Wir lernten an diesem Abend auch Pogo kennen, der uns für den Rest der Tour ein treuer Begleiter war. Leider fiel er am Tourabschluß in Leipzig einer hinterhältigen Messerattacke zum Opfer, welche er nicht überlebte (R.I.P. Pogo der Bär). Verabschiedet wurden wir von den Dudes in Liège übrigens mit den Worten, wenn wir mal wieder kommen wollen: sehr gerne! Schließlich sei ein paar Straßen weiter ja schon die nächste Halle besetzt! Die Tour dauerte danach noch 7 weitere Tage, geredet und geschwelgt (bis zum heutigen Tage!) wurde aber nur noch von Lüttich!

Eure Band soll auch mal an dieser Stelle stehen? Dann schreibt uns einfach an ines@stageload.org – wir versuchen alle zu berücksichtigen.

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