Sonntagsbrunch Teil 3 mit HIGH, The Special Bombs und Out Of Step

Sonntagsbrunch Teil 3 mit HIGH, The Special Bombs und Out Of Step

Stageload war und ist immer auch eine Bühne für kleinere Bands, die nicht in den großen Hallen spielen oder noch am Anfang ihres Weges stehen. In unserer Rubrik „Sonntagsbrunch“ geben wir drei Bands die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen. Im dritten Brunch sind HIGH, The Special Bombs und Out Of Step dabei.

HIGH

Steckbrief

  • Stilrichtung: Thrashmetal Punkrock D-Beat Hardcore Rock´n´Roll
  • Label: Spastic Fantastic Records / Subzine Records
  • Gegründet: 2013
  • Herkunft: Tübingen
  • Mitglieder: Micha  (Vocals), Nico (Schlagzeug), Jonathan (Gitarre),  Philipp (Bass)
  • Website: https://www.facebook.com/highthrash

Kurzbiografie

Unser Drummer und unser Gitarrist haben sich bei einem Trommelworkshop kennengelernt, ansonsten hatten wir teilweise schon zusammen in anderen Bands gespielt oder waren mit unseren Bands zusammen unterwegs. Gemeinsame Bezugspunkte waren schon immer die DIY-Punk-Szene: Party, Freundschaft, Antifaschismus und unkommerzielle Subkultur. Und wie so oft zu Beginn von romantischen Bandgeschichten hingen wir im Proberaum ab, haben Bier getrunken und fingen an, schnellen Krach zu spielen, ohne uns selbst allzu ernst zu nehmen, sondern immer auch mit etwas Hippie-Spirit und einem lächelnden Auge. So ist das bis heute, hinzu kamen Konzerte in Deutschland, Schweiz, Frankreich und Spanien. Neben HIGH spielen einige Mitglieder aktuell noch in Bands wie DOGGOD, NAKAM, NEAT MENTALS und GRANATE MÖLLER.

Diskografie

  • 2014 – s/t „7 (EP)
  • 2016 – High Spirits in Sick Times „7 (EP)
  • 2018 – Split-LP w/ DISMALFUCKER (LP)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Wir hören alle viele verschiedene Sachen, da gibt es eine große Schnittmenge im Punkrock/Hardcore/Crust-Bereich, aber auch Sachen, bei denen sich die einen fragen, ob der andere noch alle Tassen im Schrank hat. Das ist meistens lustig, führt aber bisweilen auch mal an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit, wie in vielen langjährigen Beziehungen eben. Für die Band klauen wir gerne Riffs und Solis in allen möglichen Genres, 70er-Rock, Metal, Rock´n´roll, was uns eben so vor die Flinte kommt, und da wir gerne schnell spielen und den drive von Thrashmetal und D-Beat mögen, kommt dann dieser Sound raus.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Musik ist ein unendlicher Ozean, Hörgewohnheiten ändern sich und jeder findet seine Kicks woanders. Wir kapern die Frage und machen daraus „Platten, die ihr besonders gerne hört“:

Trio de Cuatreros – LP

Zeke – Death Alley

D.R.I. – Dealing with it

Stooges – Raw Power

Masakari – The Prophet feeds

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Definitiv das Konzert im Bloques Fantasma in Barcelona 2015, kleiner Laden, vollgestopft mit einer wilden Meute, die von der ersten bis zur letzten Sekunde völlig ausgerastet ist. Super war auch das Ainu-Fest in Nantes mit vielen Freunden im Publikum, die uns zwar das Bier von der Bühne geklaut aber ziemlich sportlich gefeiert haben.  Sehr sympathisch auch das Draeschfescht in Hamburg, ein Grind-Festival, bei dem wir wahrscheinlich die softeste Band waren, mit der Besonderheit, das jede Band nur 15 Minuten spielt, die per Live-Ticker auf der Bühnenleinwand angezeigt werden – also keine Zeit für Langeweile. Ansonsten immer gut: Konzerte in Spanien und im Epplehaus in Tübingen, home sweet home. Es ist natürlich schön, Songs aufzunehmen und dann die Platte in den Händen zu halten, aber HIGH ist definitiv eine Liveband: Es gibt wenig Besseres als den Rausch von Lärm, Schweiß und Geschwindigkeit!

The Special Bombs

Steckbrief

  • Stilrichtung: Melodic Punkrock
  • Label: DIY
  • Gegründet: 2017
  • Herkunft: Wittibreut, Lkr. Rottal-Inn, Niederbayern
  • Mitglieder: Bernhard Loher (Bass), Chris Steßl (Gitarre), Mandal Bärlehner (Schlagzeug), Stephan Lirk (Gitarre/ Gesang)
  • Website: https://www.facebook.com/thespecialbombs

Kurzbiografie

Wenn man „The Special Bombs“ hört, würde man wohl eher damit rechnen, dass die vier Jungs aus Gainesville oder Schweden sind und nicht aus der tiefen niederbayerischen Provinz.Was man ihnen aber sofort anhört ist, dass sie nicht erst seit ihrer Gründung 2017 Musik machen, sondern schon reichlich Erfahrung mit in das neue Projekt bringen. Das Ergebnis ist explosiver, abwechslungsreicher Punkrock mit viel Melodie und noch mehr Power! Für Anfang 2020 ist auch das erste Album in Planung.

Diskografie

2018 – Stay True (EP)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Als Berni und ich (Stephan) 2016 zum Punkrock Holiday in Slowenien unterwegs waren, hatten wir beide seit etlichen Jahren keine Band mehr und eigentlich mit dem Thema schon komplett abgeschlossen. Während der Fahrt haben wir uns dann zum ersten Mal „The Flatliners“ mit ihrem Album „Dead Language“ angehört und beide festgestellt – wenn wir nochmal musikalisch anpacken, dann muss das so klingen! Auf dem Festival selbst haben wir dann vier Tage lang die Punkrockszene hautnah erlebt und schon dort beschlossen, wieder ein Projekt zu starten. Als dann Mandal und Chris dazu kamen, waren wir uns alle einig, wo die musikalische Reise hingehen soll – ehrlicher, melodischer Punkrock ohne Schnörkel, dafür mit reichlich Energie. Weitere Einflüsse waren und sind natürlich auch unsere anderen Lieblingsbands: The Bouncing Souls, Alkaline Trio, Far From Finished oder Face To Face.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Da es einfach zu viele gute Punkrock Platten gibt, nennen wir hier drei Alben, bei denen uns nicht nur die Songs beeindrucken, sondern vor allem die Soundqualität. Das macht einfach noch mehr Spaß beim Anhören, als „normal“ produzierte Sachen:

Dropkick Murphy‘s – Blackout

Hot Water Music- Exister

The Bouncing Souls – Comet

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Schwierig. Uns gibt es ja noch nicht allzu lange und eines ist sicher – es war bisher noch keine beschissene Show dabei. Unser bisheriges Highlight war aber wahrscheinlich mit Turbobier in Linz. Das Publikum war absolut verrückt und hat uns abgefeiert, obwohl wir nur die Vorband waren. 2019 stehen aber einige wirkliche Highlights an. Wir dürfen im Juli die amerikanischen Ska-Punk Legenden Less Than Jake im Backstage Werk in München supporten! Das wird irre, aber nicht die einzige Show dieser Größenordnung für uns. Mehr dürfen wir leider noch nicht verraten.

Out Of Step

Steckbrief

  • Stilrichtung: Hardcore / Punk
  • Gegründet: 2006
  • Herkunft: Hamburg
  • Mitglieder: Paddy (Vocals), Manuel (Gitarre), Ali (Gitarre), Jan (Bass), Kay (Drums)
  • Website: https://www.facebook.com/POSICREW

Kurzbiografie

Out Of Step starteten 2006 in Hamburg City als Youth Crew Band (mit sxe Einflüssen). Nach ihrer ersten Demo „Moshing With A Smile“ folgte die Scheibe „Always First Row“ und 2011 ihre erste richtige Full Length „Mr. X. and Mr. T.“. Nach zahlreichen Touren durch Europa und sogar Asien wurde es 2012 bedingt durch Besetzungswechsel ruhiger um die Band. 2013 ging es durch den Einstieg von Ali und Kalle an den Saiten wieder vorwärts. 2017 wurde die EP „Lets Do It“  aufgenommen, die jedoch (leider) noch nicht veröffentlicht wurde. Seit Ende November 2017 verstärkt Jan die Band am Bass, im Sommer 2018 kam Manuel als zweite Gitarre dazu.

Diskografie

  • 2007 – Moshing With A Smile (Demo)
  • 2009 – Always First Row (EP)
  • 2011 – Mr. X. and Mr. T. (LP)
  • 2017 – Let’s Do It (EP, unveröffentlicht)

Was und/oder wer hat eure Band maßgeblich beeinflusst?

Wir alle sind mit lauter, schneller und krächzender Musik groß geworden und haben alle seit dem Jugendalter angefangen selber Musik zu machen. Hardcore/Punk war somit also schon immer Teil unseres Lebens. Jedoch hören wir alle die unterschiedlichsten „Formen“ von Hardcore. Von New York Hardcore über New School Hardcore bis hin zum Oldschool Hardcore. Und genau das ist es, was uns antreibt als auch beeinflusst – gerade beim Songwriting spielt uns dies natürlich in die Karten, da wir viele Sub-Genres miteinander vermischen können. Grundsätzlich sind wir aber im Großen und Ganzen dem Oldschool-Hardcore treu geblieben und wollen diesen weiterleben lassen. Maßgeblich beeinflusst haben uns hier z.B. Floorpunch, Ten Yard Fight, The First Step, Slapshot und Co., um nur ein paar zu nennen.

Welche drei Platten sollten sich eurer Meinung nach in jedem Haushalt befinden?

Mit nur drei Platten macht ihr es uns gar nicht mal so leicht!

Minor Threat – Out Of Step

Agnostic Front – Victim In Pain

Slayer – Reign in Blood

Was war euer beeindruckendstes Konzert und warum?

Die mit Abstand für uns beeindruckendste Show spielten wir 2010 in Smederovo (Serbien) während unserer Europatour. Die Bude war bis unter die Decke voll mit Menschen, die Kids waren super entspannt, jeder im Laden hat gemosht, gestagedived und konnte fast jeden Text von vorne bis hinten auswendig. Wir haben viele Freundschaften geknüpft, die bis heute andauern und die wir wirklich sehr zu schätzen wissen.

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