Callejon, Parachutes am 22.11.08

Der Abend begann geschätzt gegen 20.00 Uhr. Das erste kleine Hindernis begann damit, dass die Live Music Hall nicht leicht für einen Nicht-Kölner zu finden war. Letztlich fand ich dann doch den Eingang, wo die Massen schon fröhlich Parolen des
Headliner riefen wie “ZOMBIEACTIONHAUPTQUARTIER”.

Den Anfang machten We Butter The Bread With Butter mit einem unglaublich guten Sound. Auch die lustigen Geräusche von Sänger Tobi kamen perfekt abgestimmt und klanglich gut. Die Combo aus Mazl, dem Gitarristen und Tobi machte dem Publikum
mörderisch viel Spaß. Die Beiden wissen, wie man eine Schnecke zum explodiern bringt. Die bizarren Gitarrensounds aus einer Mischung von Grind- und Metalcore brachten das Publikum regelrecht zum ausrasten. Der Circlepit wurde größer und größer und ich glaube WBTBWB konnten selber nicht glauben, wie die Leute gerade verrückt spielten. Somit kam es zum gelungenen Start nach einer guten halben Stunde dank.

Nach ca. einer viertel Stunde Umbaupause starteten als Zweites Parachutes. Melodische Riffs, ein solides Schlagzeug und eine emotionale Stimme beeindruckten das Publikum leider nicht ganz so sehr wie die Vorgänger. Ein deutlicher Abstieg der Stimmung war zu erkennen. Die Leute nutzten die Zeit lieber als “Verschnaufspause” für den späteren Headliner Callejon, hatte ich den Eindruck. Dennoch bereiteten sie die Leute trotzdem noch gut für Callejon vor.

Nach weiteren angespannten und ungeduldigen 20 Minuten begannen Callejon. Sie starteten mit dem neuen Intro und dem neuen Track “Zombiefield” nach einer großen langen Nebelshow. Sofort als Basti, der Sänger, auf die Bühne sprang verschwand ich zerdrückt in einer immer größer werdenen großen Menschenwelle. Es war mir kaum möglich still zu stehen oder mich zu erholen. Das Publikum explodierte. Der Circlepit
wuchs ähnlich einem megafetten Kreis im Kornfeld. Hauptsächlich galt dem neuen Album die Aufmerksamkeit, wie man an dem Set erkannte, aber auch Tracks aus dem
„Beerdigungscafe“ wurden gespielt wie z.B “In Dunklen Wassern Brennt ein Licht” oder “Es regnet”. Als sich der Abend einem Ende neigte wurden die Schreie nach “Snake Mountain” immer größer, den sie dann auch endlich gegen 22:50 bekamen.
Insgesamt war es ein hervorragender Abend und explizit für Callejon eine sagenhafte Nacht. Ihre unglaubliche Live-Performance und die melodischen, mörderischen Klänge
verschafften Callejon den wohl erfolgreichsten Abend ihrer Album-release-Tour.

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