Hurricane Festival 2010

Hurricane Festival 2010

Hurricane Festival 2010

Das Hurricane Festival startet 2010 in seine 14. Auflage und das mit einem grandiosen Line-Up für alle Geschmäcker: Neben Punkrock-Helden wie The Gaslight Anthem, The Get Up Kids oder Hot Water Music boten Bratze, The Prodigdy oder LCD Soundsystem feinsten Electro. Singer-Songwriter wie Jack Johnson, Frank Turner oder die Zwillinge Tegan and Sara verzauberten mit sanften Klängen die Zuhörer und Billy Talent, Revolverheld sowie Madsen boten das richtige Programm für die chartbegeisterte Jugend. Premiere hatte dieses Jahr die vierte, weiße Bühne, auf welcher Künstler wie Mr. Oizo, The Bloody Beetroots oder Boys Noize die Massen, auch noch nachdem Headliner wie The Strokes oder die Beatskeaks das Feld geräumt hatten, zum Toben brachten. Hier eine kleine Zusammenfassung der drei überaus gelungenen Tage auf dem mit rund 70.000 Besuchern ausverkauftem Hurricane 2010!

FreitagBiffy Clyro, The Get Up Kids, Hot Water Music, Paramore, Enter Shikari, The Temper Trap, Tegan and Sara

Biffy Clyro

Biffy Clyro

Nachdem Biffy Clyro fulminant das Festival eröffnet hatten war die Schmach, welche Deutschland im WM-Spiel wenige Minuten zuvor erlitten hatte, fast vergessen. Die Band aus Schottland war bereits 2007 beim Hurricane dabei, spielte damals aber auf der kleinen Zeltbühne. In diesem Jahr durften sie nun vor rund zweitausend Zuschauern spielen, bei denen wohl ein bleibender Eindruck geblieben ist. The Get Up Kids waren als zweites an diesem noch recht sonnigen Tag an der Reihe und spielten ein dreißigminütiges Set aus allen ihren großen Hits: Los ging es mit Holiday und beendet wurde es mit Ten Minutes. Schade war nur, dass der Bereich vor der Bühne gesperrt und erst nach zwei Songs freigegeben wurde. Da hatte die Security wohl gepennt. Wie dem auch sei, ein gelungener Auftritt. So wurde die Band im Anschluss von Hot Water Music abgelöst. Die Punkrocker um Chuck Ragan gingen mächtig nach vorne und ließen den heraufziehenden Regenwolken kaum eine Chance sich auszubreiten. Am späten Nachmittag gaben sich dann Paramore und Enter Shikari fast zeitgleich die Ehre auf der grünen und blauen Bühne, so dass man schon etwas unter Druck stand, wollte man von beiden Bands die entscheidenden Augenblicke mitbekommen. Fakt war aber, das solche Bühnen nicht für Enter Shikari geschaffen sind. Der Sound war nur mittelprächtig und Sänger Rou stampfte nur so durch die Gegend und wusste nicht so recht wohin. Hayley von Paramore hingegen lieferte mit ihren Jungs einen klasse Auftritt ab und hat mit ihren sympathischen Ansagen vollkommen begeistert. The Temper Trap wollte ich mir eigentlich nur ansehen, weil ich gerade nichts besseres zutun hatte und bereut habe ich es keineswegs, denn die Band aus Australien war wohl eine der größten Überraschungen an diesem Wochenende. Mit einer tollen Show und sehr intensiver Musik ließen die Jungs einen bleibenden Eindruck zurück. Unbedingt mal anhören, wenn ihr die Chance dazu habt!
Tegan and Sara

Tegan and Sara

Nach einer Pause für die Ohren gab es am Ende des ersten Tages noch Tegan and Sara zuhören, während die Beatsteaks lautstark auf der Hauptbühne herumtobten. Die beiden Zwillinge aus Kanada jedoch zogen so viele Besucher auf ihre Seite, dass das Zelt in dem sie spielten bis zum Dach mit Menschen gefüllt war. Mit all ihrem famosen Liedern wie Ninenteen oder Walking With A Ghost, sowie vielen vom neuen Album „Sainthood“ überzeugten Tegan and Sara mindestens genau so, wie sie es schon beim Hurricane 2007 taten und waren damit ein krönender Abschluss für den ersten Tag.

SamstagThe Blackout, Timid Tiger, Coheed and Cambria, Deftones, Jack Johnson Frittenbude, The XX

Der Samstag begann mit erhobenen Stinkefinger, denn The Blackout aus England gaben sich mächtig angepisst, spielten aber feinsten Post-Hardcore der live ordentlich was her machte. Zwar kam das Publikum um 12 Uhr mittags noch nicht ganz so gut in Schwung, aber die Jungs machten ihre Sache gut und so gibt da eigentlich nichts zu meckern. Die am späteren Nachmittag auf der roten Bühne im Zelt spielenden Timid Tiger waren für mich neben The Temper Trap die Überraschung des Festivals, welche vor zwei Jahren noch Biffy Clyro waren. Die Indie-Rock/Pop Gruppierung aus Köln lieferte eine so quirlige und spaßige Show ab, dass man einfach nur mitmachen musste. Daumen hoch für diese Jungs und den überaus coolen, aus Indien stammenden Frontmann, der Witz an den Tag legte wie selten ein anderer auf diesem Festival.

Coheed and Cambria

Coheed and Cambria

Kurz nach dem kleinen Abstecher an die Zeltbühne ging es auf der Grünen weiter mit Coheed and Cambria, welche so manchem ein Begriff sein dürften. Mir persönlich erschien die Show etwas eintönig, auch wenn die netten Gitarrensoli, welche teilweise mit den Zähnen oder gar mit dem Gitarrenkoffer ausgeführt wurden, sehr cool und lässig rüberkamen. Dennoch, Coheed and Cambria, sowie die danach spielenden Deftones schafften es trotz fast dauerndem Regen am Samstagnachmittag unzählige Menschen vom Campingplatz vor die Bühnen zu locken. Bei Jack Johnson aber brach die Sonne schon wieder durch und ich meine, bei den Songs vom ehemaligen Profisurfer aus Hawaii hat der Regen eh keinerlei Chance. Am Abend, nachdem Frittenbude ihre Show wegen zu großem Andrang an der weißen Bühne nach nur fünfzehn Minuten abbrechen mussten, begeisterten The XX mit einer unglaublich intensiven, wenn auch minimalistischen Performance knapp fünftausend Menschen vor der blauen Bühne. Dafür lässt man doch gerne mal Billy Talent oder Bonaparte links liegen, denn schon Crystalised als erster Song des überaus guten Sets überzeugte voll und ganz.

SonntagThe Hold Steady, Does It Offend You, Yeah?, The Gaslight Anthem, Donots, The Strokes

Nach einer recht kurzen Nacht entschied ich mich Good Shoes links liegen zu lassen und mir The Hold Steady anzusehen, was sich auch durchaus gelohnt hat. Eine überaus sympathische Band, die live wirklich ihre Qualitäten hat. Leider sind die Jungs aus New York aber eine der Bands, die besser in kleine Clubs gehören, als auf die große Bühne, weil da doch zu viel Energie im leeren Raum verschwindet. Anschließend ging es zu Does it Offend You, Yeah? bei welchen man sich die ordentliche Portion Electro abholen konnte, welche man durch den Abbruch der Show von Frittenbude am Vortag nicht ganz bekommen konnte. Die fünfköpfige Band gab dabei sichtlicht alles und so auch das Publikum, welches nach dem halbstündigen Auftritt doch schon ganz schön aus der Puste war vom ganzen Rumspringen.

The Gaslight Anthem

The Gaslight Anthem

The Gaslight Anthem, welche im Jahr zuvor noch den ersten Slot am Sonntag belegten und nur vor rund 500 Leuten spielten, schafften es am späten Nachmittag fast alle auf dem Gelände anwesenden Personen vor die grüne Bühne zu locken. Zwar machte Sänger Brian dieses Jahr noch weniger Ansagen als es das letzte Mal der Fall war, die Show war aber dennoch wirklich cool, so wie man es eben von der Band gewohnt ist. Neben zahlreichen neuen Songs vom Album „American Slang“ gab es auch alte Klassiker wie We Came To Dance auf die Ohren, was sicher so manchen Fan und Zuschauer gefreut haben mag. Insgesamt erschien mir der Auftritt aber zu routiniert, als das ich vollends begeistern war. In der Dämmerung gaben sich die Donots die Ehre, welche vor kurzem erst auf Tour mit Green Day waren. Die Band aus Ibbenbühren raste zwar förmlich durch ihr Set, welches von Whatever happend to the 80s bis hin zum aktuellen Calling reichte, wusste dabei aber mit Charme und Witz das Publikum um den Finger zu wickeln. Als letzte Band beim Hurricane 2010 gab es für mich The Strokes zu hören und die, ja man mag schon fast sagen legendäre Rockband, spielte in knapp anderthalb Stunden jeden ihrer großen Hits und da die Shows auf dem Hurricane und Southside Festival die einzigen dieser Band in Europa sind, war das gesamte Festivalgelände nahezu am platzen mit Menschen aus Groß Britannien, Dänemark oder den Niederlanden. Aber für eine der wohl besten Rockbands dieser Tage tut man wohl so einiges und das gab die Band mit einer überzeugenden Performance den Fans auch zurück.

Das Hurricane 2010 war ein überaus gelungenes Festival, zwar spielte das Wetter nicht immer mit, aber das tolle Line-Up begeisterte trotzdem. Für das nächste Jahr sollte man sich zwar vielleicht noch eine bessere Lösung für die weiße Bühne einfallen lassen, da der Andrang auf diese viel zu groß ist und das Zelt in dem sie steht einfach zu klein. Ansonsten habe ich aber wenig zu meckern, das Hurricane ist und bleibt zusammen mit dem Schwesterfestival Southside in meinen Augen eines der besten in Europa.

2. Version des Berichtes von Ines Kirchner

Freitag

Dieses Jahr sollte es nun also auch für mich zum Hurricane Festival gehen und als ich Freitag um halb vier am Parkplatz ankam, war ich direkt überrascht von der guten Organisation. Es gab keinen Stau und später bei der Bändchenausgabe und lockeren Sicherheitskontrolle musste man ebenfalls nicht warten. Was danach folgte, war allerdings alles andere als schön: Zielloses Herumirren auf dem Campinggelände mit dem verzweifelten Ziel, einen Zeltplatz zu finden. Unfassbar, wie sich die angekündigten 70000 Besucher schon zu diesem Zeitpunkt bemerkbar machten. Geschlagene 4 Stunden später standen die Zelte, sodass mein Festival mit Madsen um 19.45 statt mit den wunderbaren Get Up Kids um 16.15 begann…

Madsen

Madsen

Madsen sind mit ihrem deutschsprachigen Poprock eigentlich so gar nicht mein Fall, live sind sie aber nicht unbedingt schlecht. Die vier Jungs wirkten äußerst sympathisch und Songs wie „Du schreibst Geschichte“, „Perfektion“ oder „Vielleicht“ konnten durchaus überzeugen. Weniger überzeugend waren dahingegen die Shout Out Louds. Jeder Song klang gleich langweilig, sodass kurze Zeit später der Weg ins Zelt anstand: Auf der roten Bühne sollten The Temper Trap spielen. Die Australier sind durch die ständige Radiorotation von „Fader“ zu einem echten Geheimtipp mutiert und so war das Zelt gut gefüllt mit munter mitsingenden Leuten.
Mein wirkliches Highlight sollte aber erst um 23 Uhr folgen: Die Beatsteaks aus Berlin kündigten sich auf der Green Stage an. Von vorne bis hinten war absolut gute Stimmung, und egal ob nun „As I Please“, „Hello Joe“ oder „Jane Became Insane“ gespielt wurden: Die Menge tanzte. Schön war auch, dass „Sharp, Cool & Collected“ als Jazz/Hip Hop Version gespielt wurde und dass bei „Not Ready To Rock“ ein Fan die Möglichkeit hatte, auf der Bühne mitzusingen. Auch der Band schien der Gig Spaß zu machen, wobei sie das wohl bei ihrem ingesamt fünften Mal in Scheeßel auch nicht anders erwartet hatte. Der Headlinerstatus in diesem Jahr war absolut gerechtfertigt. Mando Diao taten sich da etwas schwerer. Zwar war die Setlist ein wie gewohnt guter Mix aus neuen und alten Songs und auch die Band rund um die Sänger Gustaf und Bjorn wirkte motiviert, doch so richtig konnte der Funke nicht zünden, schon in der zweiten Welle kam nur Begeisterung bei Smashern wie „Dance with Somebody“ oder „Gloria“ auf. Das teilweise akustische „Long before Rock ´n´Roll kam ebenfalls gut an, genauso wie die Akustikversion von „Mr. Moon“. Insgesamt aber doch ein recht langweiliger Auftritt, das gilt besonders für die Aneinanderreihung von Balladen im Mittelteil, vielleicht war ich persönlich aber auch einfach nur zu erledigt.

Samstag

Verhältnismäßig früh ging es für mich am Samstag los, da ich mir seit langer Zeit mal wieder die Screamomusik von The Blackout anschauen wollte. Die Herren aus South Wales (woher sie kommen sagten sie leicht oft) hatten das anwesende Publikum ziemlich gut im Griff: Munter wurden die ersten Circle Pits gestartet und es setzten sich später sogar alle in der ersten Welle hin und schrien „Fick dich!“ in die Richtung der restlichen Menschen, genauso wie Frontmann Sean Smith es verlangte. Generell kann man erkennen, dass die Band versucht „härter“ zu werden und diese Veränderung scheint größtenteils anzukommen, schließlich wurden die Lieder vom aktuellen Album „Best in Town“ gut vom Publikum angenommen – was nicht heißen soll, dass altes Zeug wie „I’m A Riot, You’re A Fuckin‘ Riot“ nicht begeistern konnte. Das windige Wetter vertrieb mich nach The Blackout vom Festivalgelände, wo ich erst wieder pünktlich zu den Deftones eintraf. Auch wenn das Hurricane Festival bis dahin einwandfreien Sound bot, war dieses Mal Sänger Chino eindeutig zu leise eingestellt. Viel zu sagen hatte er aber anscheinend eh nicht, denn mehr als „Danke“ kam während des einstündigen Auftritts nicht über seine Lippen und so wurde die Setlist einfach nur heruntergespielt. Die Leute in den ersten Reihen dürften aber trotzdem ihren Spaß gehabt haben…

Frittenbude

Frittenbude

Später an Abend ging es für mich dann zur White Stage, denn dort sollten die beim Kultlabel Audiolith gesignten Frittenbude auftreten. Schon eine halbe Stunde vor dem Auftritt war das Zelt voll und aus diesem Grund bildeten sich große Menschenmassen vor dem Zelt, unter ihnen auch ich. Allerdings dachte ich mangels Information, das Zelt wäre noch gar nicht auf. Irgendwann wurde ich zu meinem „Glück“ fast ohnmächtig, wurde rausgezogen und stand auf der anderen Seite des Zaunes, der zwischendurch sowieso niedergebrochen wurde. Im Zelt ging schon die Party ab, obwohl die Band noch gar nicht auf der Bühne stand und ich will dazu sagen, dass es NICHT überfüllt war. Überfüllung war nämlich der Grund, weswegen Frittenbude nach drei absolut überzeugenden Songs die Bühne verlassen mussten. Zunächst hieß es, dass draußen nur die Leute ruhig gestellt werden sollten, und uns wurde in der Zwischenzeit eine Akustikversion von „Elektrofikke“ präsentiert. Irgendwann kam allerdings die Ansage, dass der komplette Auftritt abgesagt wird. Wollte keiner so richtig glauben und so gab es Sitzblockaden und Buhrufe en masse. Irgendwann stand dann wieder die Band samt Pandabär auf der Bühne, entschuldigte sich und sagte, dass sie nicht auftreten darf. Daraufhin wurden Flaschen durch die Gegend geworfen, zahlreiche Leute legten sich mit der Security an – es half nichts, das Zelt musste geräumt werden. Noch mit der Aktion im Magen ging es für mich zu The XX, welche eine durchaus wunderbares Set aus nahezu allen Songs boten. Schöne ruhige Stimmung, überzeugender Gesang – das einzige Manko war das plump von der CD abgespielte „You’ve Got The Love“-Cover am Ende. Das hätte man auch live präsentieren können! Für mich sollte es dann weiter zu Boys Noize gehen, wie aber schon fast befürchtet, wurde das komplette White Stage Programm für diesen Tag abgesagt. Das Hurricane entschädigt uns Besucher damit, dass die drei abgesagten Acts Frittenbude, Erol Alkan und Boys Noize nun beim nächsten Festival spielen. Na toll und wofür habe ich dann dieses Jahr 120 Euro ausgegeben?!

Sonntag

Noch mit dem mies gelaufenen Abend zuvor im Magen ging es um halb zwei zu Does It Offend You, Yeah?. Endlich mal ein bisschen elektronisch angehauchte Musik für meine Ohren und die Band war auch wirklich gut! Sänger James wirkte aufgrund seiner Aussprachprobleme bei den Ansagen etwas alkoholisiert aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Jeder Song wurde trotz der relativ frühen Zeit fleißig betanzt und man wurde tatsächlich auch mal mit ein bisschen Sonnenschein belohnt – Nach den Beatsteaks waren DIOYY für mich persönlich die beste Band auf dem Hurricane. Eher ernüchternd waren dann Revolverheld, die die Hälfte des Publikums wahrscheinlich sowieso nur wegen „Spinner“ sehen wollte. Mittelmäßiger Auftritt. Danach ging es dann weiter mit Gaslight Anthem und abgesehen davon, dass ihre Musik nun mal nicht dafür prädestiniert ist, wild abzutanzen, konnte man dem Auftritt nur Positives abgewinnen. Zum Set gehörten hauptsächlich Lieder der beliebten 59‘ Sound und des neuen Albums „American Slang“, welches den Freitag zuvor erschienen war. „Sink Or Swim“ kam also zu kurz, das war aber zu erwarten, warteten die meisten doch sowieso eher auf Songs wie „Great Expectations“ oder „Backseat“. Sänger Brian grinste die meiste Zeit angesichts der positiven Resonanz und machte sich über den Bungeejumper im Hintergrund lustig. Sympathische Gruppe.

Deichkind

Deichkind

Kurze Zeit später gab es monsunartige Regenfälle und ich war einfach nur froh, dass ich ein solches Wetter nicht die ganze Zeit erleben musste, die armen Besucher vom Partnerfestival Southside können ein Lied davon singen, wie es ist, wenn das ganze Wochenende aus einer Schlammschlacht besteht (dafür konnten die sich allerdings auch Frittenbude ansehen…). Jedenfalls standen später noch Deichkind auf der Bühne, die zwar eine absolut einfallsreiche Show samt Schlauchbooten und Trampolinen boten, auf Dauer aber auch ziemlich eintönig wirkten, sodass viele nach der ersten halben Stunde zu Faithless überwanderten. Waren aber natürlich noch immer genug Leute da, die Hits wie „Bon Voyage“ und „Luftbahn“ abfeierten und als als erwartete Zugabe „Remmidemmi“ gespielt wurde, musste wahrscheinlich jeder in der Nähe der blauen Bühne leise mitgröhlen…
Viele Besucher traten danach mit den immer noch nassen Klamotten den Heimweg an, doch ich wollte noch auf die Strokes warten, die mit einer Viertelstunde Verspätung um 22.15 die Green Stage betraten. Viel Zeit ist vergangen, seitdem man die Band live erleben konnte und so war das Publikum auch bei weitem nicht so jung wie beim Rest der Bands. Sänger Jules musste sich anscheinend genug Mut antrinken, zumindest konnte er keinen vernünftigen Satz mehr zu Stande bringen und verhaspelte sich des Öfteren beim Singen. Trotzdem war es einfach schön, „New York City Cops“, „Last Nite“ oder auch „What Ever Happened“ live zu erleben. Danach konnte mit einem leichten Nostalgiegefühl die Heimreise angetreten werden.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News, Facebook
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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