Rise & Fall, Nails, Harm’s Way, Endbringer (Café Nova, 19.11.10)

Rise & Fall, Nails, Harm’s Way, Endbringer (Café Nova, 19.11.10)

Es war ein ganz normaler Abend im Cafe Nova in Essen. 20 Uhr Start, mal wieder Rise & Fall als Hauptact, bei ihrem Tourauftakt unterstützt von Nails, Harm’s Way und Endbringer. Kulinarische Verköstigung von der Vegan Fast Food Crew, die schon kurz nach Beginn all ihre Wraps los war. Ungefähr alle Menschen anwesend, die man sonst auch auf Ruhrgebietshows antrifft. Nichts wirklich Besonderes also. Warum sollte man trotzdem hin? Nun, darauf bekam man im Laufe des Abends keine wirklich zufriedenstellende Antwort.

Immerhin war der Gig für Endbringer aus Essen nicht ganz so normal. Gitarrist Thommy hatte seinen letzten Auftritt, übernahm zwischendurch die Vocals und bekam derweil musikalische Unterstützung von Sundowning Gitarrist Pascal. Abgesehen davon stellten Endbringer vor der geneigten Masse die neue 10 Inch vor. Sound war gut, die Band eigentlich auch. Ganz normal. Kurz darauf war es Zeit für Harm’s Way aus Chicago, die vor allen Dingen durch ihren Fitnessfreak von Sänger auf sich aufmerksam machten. Diesmal trug er zwar weder schwarze Kapuze noch Xe auf der Hand, präsentierte aber trotzdem stolz seinen muskulösen Körper mit dem etwas zu groß geratenen Hafentattoo. Musikalisch passte die Band mit ihrem moshlastigen Hardcore eher weniger ins Konzept. Es gab zwar durchaus „tanzwillige“ Leute, ob die Musik der Allgemeinheit zusagte, wage ich allerdings stark zu bezweifeln.Nails passten dann schon wieder besser zu meiner persönlichen musikalischen Gesinnung. Kurze 20 Minuten feinsten Hardcore später konnte man dann wenigstens sagen: Schön, mal gesehen zu haben, die große Offenbarung war‘s jedoch auch nicht. Der Funken zum Publikum war nicht allzu stark übergetreten.
Schon um 22 Uhr war es dann Zeit für Rise & Fall aus Ghent, Belgien. Wie oft diese Band seit der Veröffentlichung ihres Albums „Our Circle Is Vicious“ im letzten Jahr in der Nähe gespielt hat, wage ich gar nicht mehr zu zählen. Dementsprechend unerwartet war die Auswahl der zu spielenden Tracks: „Bottom Feeder“, „To The Bottom“ oder auch „In Circles“. Leider war das Publikum dieses Mal aber durchaus demotiviert, sich in irgendeiner Weise aktiv zu beteiligen. Ob es daran lag, dass generell nicht allzu viele Menschen vor Ort waren, oder man die Lieder einfach schon zu oft gehört hat, sei mal dahin gestellt. Selbst beim Livegarant „Forked Tongues“ musste Sänger Bjorn erst das Publikum schubsen, damit es aus der Lethargie erwachte. In dieser Hinsicht war der Auftritt dann vielleicht nicht ganz so normal wie gedacht, hinzu kam die erstmalige Präsentation des neuen Songs „Deceiver“ – machte Lust auf neues Material und daraus resultierende besser besuchte Shows. Denn so kam der Konzerttag definitiv nicht übers Mittelmaß hinaus.

Fotos von Christian Le Pome.

Es war ein ganz normaler Abend im Cafe Nova in Essen. 20 Uhr Start, mal wieder Rise & Fall als Hauptact, bei ihrem Tourauftakt unterstützt von Nails, Harm's Way und Endbringer. Kulinarische Verköstigung von der Vegan Fast Food Crew, die schon kurz nach Beginn all ihre Wraps los war. Ungefähr alle Menschen anwesend, die man sonst auch auf Ruhrgebietshows antrifft. Nichts wirklich Besonderes also. Warum sollte man trotzdem hin? Nun, darauf bekam man im Laufe des Abends keine wirklich zufriedenstellende Antwort.Immerhin war der Gig für Endbringer aus Essen nicht ganz so normal. Gitarrist Thommy hatte seinen letzten Auftritt, übernahm zwischendurch die Vocals und bekam derweil musikalische Unterstützung von Sundowning Gitarrist Pascal. Abgesehen davon stellten Endbringer vor der geneigten Masse die neue 10 Inch vor. Sound war gut, die Band eigentlich auch. Ganz normal. Kurz darauf war es Zeit für Harm's Way aus Chicago, die vor allen Dingen durch ihren Fitnessfreak von Sänger auf sich aufmerksam machten. Diesmal trug er zwar weder schwarze Kapuze noch Xe auf der Hand, präsentierte aber trotzdem stolz seinen muskulösen Körper mit dem etwas zu groß geratenen Hafentattoo. Musikalisch passte die Band mit ihrem moshlastigen Hardcore eher weniger ins Konzept. Es gab zwar durchaus "tanzwillige" Leute, ob die Musik der Allgemeinheit zusagte, wage ich allerdings stark zu bezweifeln.Nails passten dann schon wieder besser zu meiner persönlichen musikalischen Gesinnung. Kurze 20 Minuten feinsten Hardcore später konnte man dann wenigstens sagen: Schön, mal gesehen zu haben, die große Offenbarung war‘s jedoch auch nicht. Der Funken zum Publikum war nicht allzu stark übergetreten.Schon um 22 Uhr war es dann Zeit für Rise & Fall aus Ghent, Belgien. Wie oft diese Band seit der Veröffentlichung ihres Albums "Our Circle Is Vicious" im letzten Jahr in der Nähe gespielt hat, wage ich gar nicht mehr zu zählen. Dementsprechend unerwartet war die Auswahl der zu spielenden Tracks: "Bottom Feeder", "To The Bottom" oder auch "In Circles". Leider war das Publikum dieses Mal aber durchaus demotiviert, sich in irgendeiner Weise aktiv zu beteiligen. Ob es daran lag, dass generell nicht allzu viele Menschen vor Ort waren, oder man die Lieder einfach schon zu oft gehört hat, sei mal dahin gestellt. Selbst beim Livegarant "Forked Tongues" musste Sänger Bjorn erst das Publikum schubsen, damit es aus der Lethargie erwachte. In dieser Hinsicht war der Auftritt dann vielleicht nicht ganz so normal wie gedacht, hinzu kam die erstmalige Präsentation des neuen Songs "Deceiver" - machte Lust auf neues Material und daraus resultierende besser besuchte Shows. Denn so kam der Konzerttag definitiv nicht übers Mittelmaß hinaus.Fotos von Christian Le Pome.
Autor Ines Kirchner
Wohnort Berlin
Beruf Project Manager
Dabei seit Juli 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Akkreditierungen, Organisatorisches, Reviews
Top-Alben u.a. Gallows - Grey Britain, The National - Trouble Will Find Me, Touché Amoré - Parting the sea...
Die besten Konzerterlebnisse u.a. Have Heart (2009, Köln), Gallows (2010, London), Basement (2012, London), Iron Chic, Ceremony, Trash Talk, Rise & Fall, Touché Amoré (divers)

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