Interview mit Drunktank

Interview mit Drunktank

Drunktank sind eine 2003 gegründete Skatepunkband aus Den Haag in den Niederlanden. Nachdem sie auf der Beachstage des Punk Rock Holiday 1.9 einen sehr starken Auftritt hingelegt haten, haben wir die Chance genutzt, ein kurzes Gespräch mit Raymond Drenth, Dorian Gort, Pim Troost und Martijn Vos (von links nach rechts) zu führen.

Stellt doch euch und eure Band bitte kurz vor.

Gerne. Also wir sind Drunktank aus Holland und seit 2003 aktiv. Wir haben ein paar EPs und seit kurzem auch zwei LPs rausgebracht. Pim, Dorian, Ray und Fox sind unsere Namen und wir freuen uns hier zu sein.

Wie seid ihr entstanden und seid ihr noch in Originalbesetzung unterwegs?

Ray: Unsere Besetzung hat öfter gewechselt. Pim und ich sind seit der Highschool quasi „Lovers“ und haben mit einigen anderen Leuten immer irgendwelche Jam-Sessions gemacht. Irgendwann haben wir dann sowas wie eine Band gehabt. Aber das war nie wirklich erfüllend und durch mehrere Wechsel in der Besetzung immer schwer. Dank mehrerer gesundheitsbedingter Wechsel hat es auch mit der Energie nachgelassen. Mit Fox und Dorian kam 2018 dann die Kugel endlich neu ins Rollen.

Ihr spielt ja eindeutig Skatepunk. Aber ihr klingt schon eher speziell bzw. habt ihr schon einen eigenen Sound. Was würdet ihr sagen, wer euren Sound mit beeinflusst hat?

Dorian: Iron Maiden

Pim: Venerea

Ray: Pennywise

Fox: Satanic Surfers

Pim: Ich würde sagen, jede dieser Bands hat uns beeinflusst. Man hört ja, dass ein wenig Metal in unserem Sound steckt. Aber auch jeder einzelne von uns hat seine Einflüsse in unsere Musik gebracht.

Und worüber singt ihr?

Pim: Unsere Texte handeln hauptsächlich vom Party machen und vom Feiern. Aber ein bisschen politisch sind wir zum Teil schon auch.

Ray: Ja, das alles zusammen ist unser Ding.

Welche LPs laufen bei euch? Oder welche Platten sind in euren Augen die Bedeutendsten?

Ray: Das ist eine schwere Frage. Es gibt so viele unglaublich gute Platten.

Dorian: Master of Puppets!

Alle: Oh ja, definitiv.

Fox: Und Suffer von Bad Religion.

Ray: Für mich wohl definitiv No Straight Angels von No Fun At All. Und auf jeden Fall sollte da noch „Advance & Vanquish“ von Three Inches Of Blood dabei sein, eist ein großartiges Album.

Wenn ihr euch entscheiden müsstet, welches war euer beeindruckendstes Konzert?

Pim: Also hier zu spielen war schon der Hammer.

Ray: Aber Park Pop war krass. Das war 2005 glaube ich. Das waren mehrere 10.000 Menschen. Das war schon enorm.

Und als Zuschauer?

Dorian: Iron Maiden.

Ray: Und Cigar. Die sind Wahnsinn. Vor allem das Tempo der Drums.

Zwischen den beiden Alben „The Infamous Four“ und „Return Of The Infamous Four“ sind neun Jahre vergangen. Warum habt ihr so viel Zeit gebraucht?

Pim: Kurz nach dem Release der ersten Platte hatte unser damaliger Gitarrist Brian eine schwere Krankheit. Nachdem wir für ein Jahr ausgebremst waren, kam er zurück, hatte dann aber einen Rückfall. Also haben wir Mark in die Band genommen, einen Gitarrenschüler von mir. Irgendwann kam dann Brian wieder zurück und wir spielten mit drei Gitarristen. Das war supercool. Aber nach kurzer Zeit hatte Brian wieder eine Verletzung. Also wurde Mark unser fester Gitarrist. Das alle passierte bis Ende 2012.

Wir haben in der Besetzung einige Shows gespielt und auch viele Songs geschrieben. Eigentlich waren wir 2016 rum bereit zum Aufnehmen. Aber dann kam mein erstes Kind, Mark und Donny (früher Bass) hörten 2017 auf und wir konnten nicht weiter machen. Als dann 2018 Dorian und Fox dazu kamen, wurde fleißig geprobt und 2019 endlich das neue Album aufgenommen.

Kurz gesagt, die lange Zeit war einer annähernden Bandauflösung geschuldet, außerdem privaten Gründen und natürlich der fehlenden Zeit.

Habt ihr schon außerhalb von Europa getourt?

Pim: Leider nein. Wir haben die europäischen Grenzen noch nicht überschritten. Wir würden das verdammt gerne mal machen, aber zu touren ist an dem Punkt unseres Lebens wirklich schwer. Da wir alle entweder Kinder oder feste Jobs haben und daher nur eine begrenzte Zahl an Urlaubstagen, ist es schwer. Aber wir sind dran. Einmal waren wir eingeladen, in Japan zu touren, aber kurz vorher passierte Fukushima. Da wurde dann alles gecancelled.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
Top-Alben Pascow - Diene der Party, H2O - Nothing to prove, Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten, NOFX - Punk in drublic, Wizo - Uuaarrgh!
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