Advent – Pain & Suffering

Band Advent
Label Bridge Nine
Musikrichtung Hardcore, Metal
Redaktion
Lesermeinung
5

„One of the state’s heaviest exports…“ sagt Alternative Press über die wieder vereinten Advent aus Kernersville, North Carolina. 2005 als Nachfolgeband zu Beloved gegründet, nahm die Band von 2011 bis 2015 eine Auszeit, um jetzt mit ihrer neuen EP „Pain & Suffering“ wieder den musikalischen Weg zu bestreiten, um diesem Ruf gerecht zu werden. Fragt sich nur, ob sie das auf Anhieb schaffen.

Eins vorweg: „Pain & Suffering“ ist verdammt heavy. Advent lassen die Grenzen zwischen Hardcore und Thrash Metal extrem verschwimmen. Und um das unter Beweis zu stellen, verliert die Band keine Zeit und wütet schon im Opener „Wind From The Valley“ in bester Slayer-Manier los. Irres Riffing trifft auf einen wütenden Hardcore-Beat, der jeden Muskel im Körper zucken lässt. Dabei werden die Regler zwischen den Prozentanteilen an Thrash Metal und Hardcore jeden zweiten Augenblick verschoben.

Langeweile kommt bei dieser Tortur also garantiert nicht auf. Advent haben es in den Jahren der Trennung nicht verlernt, packenden Hardcore zu spielen. Und das machen sie mit einer derartigen Überzeugung, dass einem stellenweise glatt die Luft weg bleibt. Die Manie, die einigen Songs innewohnt, erinnert tatsächlich mehr an Pantera oder Slayer, als an Kollegen aus dem Hardcore-Genre. Der irre Rhythmus in „Weight Of the World“ oder die keifenden Metal-Gitarren in „Shadow Of Death“ lassen nicht viele Zweifel offen, aus welcher Ecke sich Advent Inspiration geholt haben. Auch die Spielzeiten der Songs erinnern mehr an Metal-Songs, als an kurze knackige Hardcore-Kracher.

„Pain & Suffering“ ist der tollwütige Bastard aus unbarmherzigem Hardcore und wahnsinnigem Thrash Metal – und Advent wohl tatsächlich einer der härtesten Exporte aus North Carolina (wobei sich ehrlich gesagt auch die Frage stellt, wie viele namenhafte Bands um diesen Titel konkurrieren). Allerdings bieten (nur) vier Songs auch viel Raum für Spekulationen. Es dürfte spannend sein, wie Advent sich auf Albumlänge schlagen.

Autor Andreas Steiner
Wohnort Stuttgart
Beruf Redakteur
Dabei seit März 2011
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