Cold War Kids – LA Divine

Album LA Divine
Musikrichtung Alternative
Redaktion
Lesermeinung
4

Die Red Hot Chili Peppers haben es getan, Rage against the Machine ebenfalls und nun auch die Cold War Kids: Ihr neues Album „LA Divine“ ist eine Hommage an Los Angeles, diese verrückte und einfach unglaubliche Stadt. Ein Themenalbum also, für das sich die fünf Musiker rund drei Jahre Zeit ließen.

Darauf erfindet sich die Band nicht unbedingt neu. Waren die Musiker auf dem Vorgänger „Hold my Home“ deutlich experimentierfreudiger, ist auf „LA Divine“ davon leider etwas verloren gegangen. Sehr viel poppiger, weniger alternativ, wie man es von früheren Songs wie „Hang me up to dry“ oder „Hospital Beds“ gewohnt war. Auf dem neuen Album halten verstärkt kleinere elektronische Elemente Einzug, machen die Tracks eher zu Songs, die genauso im Radio oder auf der nächsten WG-Party laufen könnten. Dazu gehören zum Beispiel die Ballade „Restless“ und der Song „Love is mystical“, mit denen die Band eher an Imagine Dragons als an ihren eigenen Stil erinnert. Textlich geht es um Liebe, Freundschaft, aber eben immer wieder auch um Los Angeles und das Lebensgefühl, aber auch der Protestgedanke. Solche Geschichten eben, die zum Beispiel auch die Netflix-Serie „Flaked“ mit Will Arnett so erzählen könnte. Doch es gibt auch diese kleinen Cold War Kids-Momente, in denen die Musik wieder klingt wie früher. Zum Beispiel beim kleinen Zwischenspiel „LA River“ oder auf „No Reason to run“. Zusammen mit „Open up to Heavens“ und „Ordinary Idols“ sind das die Highlights des neuen Albums.

„LA Divine“ ist nicht das Meisterstück der Cold War Kids. Zu glatt gebügelt und leider nicht mehr die Band, die mit ihrem etwas schrammeligen Alternative-Rock begeistern konnte. Dennoch gibt es ein paar schöne Lichtblicke, die die Hoffnung auf ein paar gute Musikstücke nicht erlischen lassen.

Autor Denise Frommeyer
Wohnort Mainz
Beruf Online-Redakteurin
Dabei seit November 2014
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