Dear Reader – Idealistic Animals

Musikrichtung Indie, Folk
Redaktion
Lesermeinung
4

Seit ihrem gefeierten Debüt, „Replace Why With Funny“ im Jahre 2009, hat sich einiges im Hause der südafrikanischen Band Dear Reader getan. Sängerin und Songwriterin Cherilyn MacNeil und Darryl Torr gingen getrennte Wege. Darryl blieb in Johannesburg und ist jetzt einer der meistbeschäftigten Tonmeister in Südafrika. Cherilyn hingegen zog es nach Berlin um dort ein neues Leben anzufangen. Sie fing an Songs für ein neues Album zu schreiben. Aufgenommen wurde die Platte in Leipzig. Abgemischt wurde sie in Portland im US-Bundesstaat Oregon und eingespielt wurde sie von deutschen, südafrikanischen, nordirischen, schwedischen und amerikanischen Musikern sowie einem waschechten Shapenotes Chor aus Oregon. Wie schon beim Debüt war Produzent und ehemaliges Menomena Mitglied Brent Knopf als Produzent tätig.

„Idealistic Animals“ ist düster geworden und handelt von Depression und Selbstzweifel. Neben dem Klavier sind unter anderem auch Trompeten, Geigen und Waldhörner zu hören. Es ist schwierig einen Zugang zu diesem Album zu finden. Pop-Nummern, die sofort ins Ohr gehen und im Kopf hängen bleiben sucht man hier vergebens. Wenn man einen Blick auf die Tracklist des Albums wirft, fällt einem auf, dass jeder Song einen Tiernamen enthält. Da gibt es unter anderem das Kamel, den Wal, den Fuchs oder auch den Elefanten. In den Songs geht es aber weniger um die Tiere an sich, sondern viel mehr um Geschichten, die auf den Menschen übertragbar sind.
Cherilyn MacNeil veröffentlicht unter dem Namen Dear Reader mit „Idealistic Animals“ ein interessantes melancholisches und düsteres zweites Album, welches man nach und nach erst entdecken muss.

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