Deez Nuts – This one’s for you

Deez Nuts - This one's for you

Deez Nuts – This one’s for you

Deez Nuts – für einen Teil der Szene ist die Australische Band eine gute Verbindung aus Rap und Hardcore, welche der Musik einen frischen Charakter verleiht, für andere sind sie nur ein Haufen Möchtegern-Prolls, die etwas von „true“ labern und es selbst nicht sind.
Wie auch immer man diese Band betrachtet, nachdem die Europa-Tour mit The Ghost Inside und Break Even ein voller Erfolg war, kann man sich denken wie sehr das neue Album erwartet wurde. Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Stay True“, welches 2008 erschienen war, wurde es höchste Zeit für mehr von den Jungs um Frontmann JJ. Peters (Ex-I Killed The Prom Queen).

Die neue Scheibe bringt dem Hörer eindeutig die alten Deez Nuts wieder, hat aber doch etwas fast schon experimentelles an sich, was irgendwie einen fremden Touch in die neuen Songs bringt. Wer das Video-Tagebuch zu den Aufnahmen verfolgt hat, sollte sich bereits im Klaren darüber gewesen sein, dass die Band keineswegs einen neuen Weg mir ihrer Musik gehen will und so bleibt schon das Intro den alten Deez Nuts treu. Ein entspannter Beat eröffnet das Album, welcher wie auch schon das auf „Stay True“ zuhörende Feature „Move Back“ mit Louie Knuxx die kleine Portion reinen Hip-Hops auf dem Album ausmacht. Während in Songs wie „This one’s for you” oder ”Don’t call it a comeback” Melodie wie Soli ehr an Bands wie Turbonegro erinnern, bleiben die Jungs ihrem alten Stil, vor allem durch die oft sehr eingehenden Gang-Vokals, treu.
Insbesondere bei „DTD“, einer Hymne für die Drunk-Till-Death-Crew um Frontmann Peters, welcher bereits auf Myspace vorveröffentlicht wurde und auch auf der EU-Tour gut ankam, sind die Gang-Vokals sehr kräftig und einprägsam!
Eben dieser Song, sowie „I don’t give a Mother Fuck“ und „Party Song“ zeigen einmal mehr die eindeutige Attitude der Band. Scheißegal was andere denken oder sagen, sie feiern ihr Leben und pfeifen auf Konventionen! Und wer sie schon einmal live erlebt hat sollte wissen, was sie mit „Party Song“ meinen.
Fans von JJ. Peters Rap-Combo Grips & Tonic sollten mit dem Cover „Pigs is Pigs“ auf ihre Kosten kommen. Der Song, welcher bereits 2009 auf „Want Some Get Some“ von JJ. Peters und Louie Knuxx veröffentlicht wurde, ist eine sehr gute Umsetzung von Rap/Hip-Hop zu Hardcore/Rapcore.
Zum Schluss findet sich auf dem Album auch noch ein Bonus-Track, welcher ein rundes Ende abgibt. Der Song „Free Music“ wurde bereits vor einigen Monaten umsonst im Netz veröffentlicht und spricht von der Einstellung der Band gegenüber der Szene und ihrer aktuellen Entwicklung – und wenn die Auseinandersetzung eben damit für Teile der Szene nicht „true“ erscheint, dann weiß ich persönlich auch nicht weiter …

… „This one’s for you“ ist definitiv ein gutes Album, wenn es sich auch nicht besonders von den alten Songs von Deez Nuts abhebt, hat es doch etwas neuartiges an sich und verspricht wie der Vorgänger viel Spaß beim Anhören. Persönlich muss ich allerdings bemerken, dass man sich an der Scheibe sehr schnell satt hört, was wohl auch damit zusammen hängt, dass sich die Band eben nichts wirklich Neues ausgedacht hat. Trotzdem gehört das Album definitiv in ein gut bestücktes CD- oder Plattenregal und somit hat die Band sicherlich vollste Berechtigung, eine erfolgreiche Release-Tour zu feiern.
Und wer schon einmal eine Hardcore-Show in Australien miterleben durfte weiß, dass die Jungs mit dem feiern sicherlich die wenigsten Probleme haben werden.

Autor Christoph Steinweg
Wohnort Münster
Beruf Fotograf
Dabei seit 2010
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