Desolated – The End

Album The End
Band Desolated
Musikrichtung Ambient, Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Desolated sorgen seit Jahren mit ihrem Beatdown-Hardcore für Furore und zelebrieren dabei ihre zuweilen brutale Street-Credibility. Das ist nun zwar Geschmacksache, aber alles in allem bildet definitiv gerade die Gewalt einen wichtigen Kernaspekt in dem Mikrokosmos um die Südengländer. Kompromisslosigkeit und keine Rücksicht auf Verluste haben ihren Teil dazu beigetragen, dass nun das dritte Album von Desolated in den Startlöchern steht. Angepisst wie eh und je wird auch bei „The End“ weitergemacht.

„I am a victim swalloed by the world“ 

Und darauf kann man natürlich nur mit Härte antworten. Kein Zurückschauen, sondern brutal voranschreiten ist die Devise. Aber wenn man ehrlich ist, wird von Desolated auch nichts anderes erwartet. Jedoch hört auf „The End“ tatsächlich so etwas wie eine gesunde Weiterentwicklung, denn es werden auch mal Ausflüge in die Metalcore-Richtung gewagt. Auch die allseitsbeliebten Sing-a-Longs kommen auf The End nicht zu kurz. Neben acht starken Songs findet sich mit „Withdrawal“ außerdem ein 30 sekündiger HC-Punk Track und mit „Out of Luck“ ein verhältnismäßig ruhiges Stück auf dem Album. Und auf „Olanzapine“ gibt sich die allseits bekannte und auch hier überragende Larissa (Ex-Wolf Down, Venom Prison) die Ehre.

Zehn Titel und knapp 23 Minuten Spielzeit sind für gewöhnlich sehr wenig und größtenteils eine Enttäuschung für so manchen Fan. In diesem Fall ist viel mehr Output aber auch gar nicht möglich, denn trotz vehementer Versuche sich aus anderen Genreschubladen zu bedienen, bleibt das hier business as usual. Desolated zelebrieren das, was sie am besten können und das ist straighter und roher Sound. Nur diesmal fehlt leider die ein oder andere Kante, die The End zu einem überdurchschnittlichen Album machen würde.

Autor Hero Perduns
Wohnort Osnabrück
Beruf Student
Dabei seit Oktober 2015
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Top-Alben Morrissey - Viva Hate, The Libertines - Up The Bracket, Joy Division - Unknown Pleasures, Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten, Adolar - Zu Den Takten Des Programms, Verse - From Anger And Rage, Have Heart - The Things We Carry
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