Down To Nothing – Life On The James

Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Down To Nothing sind zurück. Sechs Jahre sind seit „The Most“ vergangen, die Split mit den Australiern von 50 Lions und die 7″ „All My Sons“ konnten den Durst nach neuem Material der Band um Terror-Bassist David Wood, Bracewar-Gitarrist Hunter Jennings und Trapped Under Ice-Bassist Jared Carman sicher bei vielen nicht lang genug stillen. „Life On The James“ ist also mehr als nur heiß erwartet.

Klar, dass Down To Nothing da ganz genau wissen, wie man die Fans und Hörer um den Finger wickelt: „When I Rest I Rust“ und „Dirty South“ lassen einem bereits nach den ersten Minuten das Wasser im Mund zusammenlaufen und machen Lust auf mehr. Und Down To Nothing befriedigen diese Lust. „Life On The Jams“ präsentiert sich von Beginn an als astreines Hardcore-Album. Nichts an Authentizität hat die Band aus Richmond in den letzten Jahren eingebüßt, in denen sie aufgrund von unzähligen Terror- oder Trapped Under Ice-Touren sowie anderen Intermezzos der Mitglieder auf Eis lag. Down To Nothing haben ihren Sound beibehalten, der sie auszeichnet und ihnen deswegen ihren Platz in der Hardcore-Szene seit vielen Jahren sichert. So klingt die Band noch immer wie auf „The Most“ oder gar „Splitting Headache“.

Während der melodische Titeltrack sich darum dreht, das Leben in vollen Zügen zu genießen, dreht sich das bereits im Vorfeld veröffentlichte „Sheffield“ um „the most beautiful place I know“, wie David Wood so schön zum Besten gibt. Down To Nothing reißen auf „Life On The Jams“ jede Klischeepackung auf, die es lyrisch im Hardcore gibt: Von Heimatverbundenheit, über das Leben auf Tour, von Zusammenhalt und Freundschaft in „Fish ain’t bitin'“ bis hin zum Straight Edge-Pathos in „3:24“ ist alles dabei. Aber sie dürfen das, immerhin sind das Down To Nothing. Vom 2-Step-Part in „Dirty South“ bis zum klassischen Breakdown in „Soak It Up“, von „When I Rest I Rust“ bis zu „Draw 4“ ist „Life on The James“ ein mitreißendes Stück Hardcore ohne Schnörkel und unnötige Spielerein.

Down To Nothing haben es geschafft auch 2013 wieder eines der besten Alben des Jahres vorzulegen und so hat sich das Warten ohne Frage gelohnt. Aber ganz ehrlich: Wer hätte es auch anders erwartet?

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News, Facebook
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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