Elwood Stray – Burn The Bridge

Musikrichtung Post-Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6.3333333333333

Letztes Jahr erst frisch aus dem Ei geschlüpft, bringen Elwood Stray ein gutes Jahr später ihre erste EP an den Start. Und auf der gibt es wütendes Gekloppe auf der einen, sowie zuckersüße Refrains auf der anderen Seite auf die Ohren. Elwood Stray bieten mit „Burn The Bridge“ freilich nichts Außergewöhnliches. Griffig ist „Burn The Bridge“ dennoch, was der grundsoliden Arbeit an den Instrumenten geschuldet ist, die gleich im Opener „Vultures“ unter Beweis gestellt wird. Hysterische Gitarren, verbunden mit unruhigem Drumming und einem kreischenden Sänger versprühen Hektik a la Beartooth. Wenig später durchbricht allerdings die sanfte Stimme des Gitarristen die aufbrausende Stimmung und die Wogen glätten sich – freilich nur für einen kurzen Moment, denn dann brausen Elwood Stray wieder auf.

Komplett auf Cleanvocals verzichtet lediglich „Reset“, für das man sich auch gleich noch den Sänger der Redfield-Kollegen The Pariah ausgeliehen hat. Entsprechend kompromisslos schreien sich beide Sänger durch den Song, der zu Beginn kräftig aufs Gaspedal tritt. Am tanzbarsten ist dennoch der Titeltrack mit catchigem Gitarren-Groove und einprägsamer Botschaft: „Everyday / I’ve felt the pain / Burn The Bridge / Now it’s time / to safe what is left of myself“.

Elwood Stray möchten hörbar Mut machen, sich von alten Fesseln zu befreien und selbstbestimmt Neues zu wagen. Auch wenn das heißt, dass es keinen Weg zurück gibt – Stillstand kann zerstörerisch sein. „Move on move on / Even if you have to crawl / Don’t stay the same and drown away / All decisions you’ve made will make sense one day“ („Zero“). Dem Stillstand werden sich Elwood Stray hoffentlich auch musikalisch nicht hingeben. Wünschenswert wäre, gerade wenn es auf Albumlänge zugeht, eine zusätzliche Portion Unberechenbarkeit im Songwriting.

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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