Family Of The Year – s/t

Musikrichtung Folk
Redaktion
Lesermeinung
3

Eine Autowerkstatt, vier junge Musiker und eine Idee: Lasst uns eine Band gründen! Was klingt wie die Geschichte einer ganz normalen Garagen-Band ist auch der Anfang der Folkband Family Of The Year.

Nach Garagenrock klingt ihre Musik aber überhaupt nicht. Vielmehr machen die US-Amerikaner melodischen, teils sogar sehr rockigen Indie-Folk. Auch akustische Elemente finden ihren Platz. Zumindest war das auf den Vorgängeralben so. Ihr neues Album „Family Of The Year“ kommt eher mit amerikanischem Power-Pop daher, der an Bands wie Yellowcard oder Boys like Girls erinnert. Für die Aufnahmen war die Band extra für einige Zeit nach Berlin-Kreuzberg gezogen. Die Musik bewegt sich zwischen tanzbaren rockigen Songs und ein paar ruhigen Tracks mit Akustikgitarre und treibendem Schlagzeug. Vom Folk-Pop des ersten Albums ist wenig übrig geblieben. Schon die erste Single und einer der Ohrwürmer „Make you mine“ stimmt den Hörer auf ein sommerliches Album ein. „All the boys and all the pretty girls, summertime I’m gonna make you mine.“  Textlich geht es auf dem gesamten Album immer wieder um die Liebe. Dabei verliert Sänger Joe Keefe nicht viele Worte, sondern erzählt seine Geschichten eher mit Redundanz. Hängen bleibt allerdings trotzdem nicht viel. An ihren Erfolgshit „Hero“ erinnert der Song „Carry me“ – einer der wenigen Songs auf dem Album, der den Hörer noch auf ein wenig Folk hoffen lässt. Der Rest der Tracks ist, wie schon erwähnt, eher Power-Pop von der einfachsten Sorte.

Ein ganz nettes Album für laue Sommernächte, mitunter allerdings etwas langweilig und wenig abwechslungsreich. Leider ist es auch nicht das, was man von einer Folkband wie Family Of The Year erwartet. Schade!

Autor Denise Frommeyer
Wohnort Mainz
Beruf Online-Redakteurin
Dabei seit November 2014
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