Four Year Strong – Brain Pain

Album Brain Pain
Musikrichtung Pop Punk, Metalcore
Redaktion
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Knapp fünf Jahre mussten Four Year Strong-Fans warten, doch nun steht mit „Brain Pain“ endlich das neue „Geschoß“ in den Startlöchern. Begeisterung macht sich vom ersten Ton an breit, so viel sei schon mal gespoilert. Denn was die Jungs aus Worcester/USA hier hingezaubert haben, ist schon sehr fein – genretechnisch gesehen natürlich.

Die packende Mischung aus poppigem Punkrock mit Elementen aus Metalcore und Hardcore lässt einfach keine Langeweile zu. Dan O´Connor (Vocals, Gitarre), Jake Massucco (Schlagzeug), Alan Day (Gitarre, Vocals) und Joe Weiss am Bass wissen eindeutig, was sie tun. Beginnend mit einem einfachen Riff basierend auf nur einem Akkord startet „It´s Cool“ – und der Song ist wahrlich cool. Nach knapp einer Minute setzen die ersten Gesänge ein und das Riff entwickelt sich etwas weiter bis zu einer kurzen Pause. Die relativ harten Gitarren harmonieren mit dem melodischen Gesang.

„Can´t Get You Out Of My Head“ und „Crazy Pills“ machen ansatzlos weiter und man merkt schon, dass das Album eine Weile gebraucht hat. Die Songs sind toll arrangiert und ausgearbeitet. „Taking Myself In Circles“, Track Nummer vier und seines Zeichens die erste Single, zeigt exemplarisch die Qualitäten der Bands. Melancholische und trotzdem ins Ohr gehende, schöne und poppig-punkige Melodien. Im Endeffekt eigentlich das nahezu komplette Repertoire.

Der Titeltrack hat ein paar härtere Parts auf Lager und besticht durch fette Riffs, während „Mouth Full Of Dirt“ wieder etwas auf die Tube drückt, aber auch etwas in Core übergeht. Eine Ballade – oder wenn man es anders nennen will – einen sehr ruhigen Song haben FYS ebenfalls eingestreut: „Be Good When I´m Gone“ nimmt komplett den Schwung und die Power raus, ist aber ebenfalls ein qualitativ hochwertiges Stück. Mehr Atempause gönnen FYS dem Hörer allerdings nicht.

Zum Abschluss gibt es mit „Young At Heart“ ein Outro der besondereren Art. Es ist kein Instrumental, wohl aber ein Song der in seiner Art komplett aus der Reihe tanzt. Nach rauschenden Gitarren mit etwas Klavier und teilweise sehr hohem Gesang zu Beginn hauen die Jungs nach anderthalb Minuten ein Riff dazwischen, das sich aber schnell wieder in ruhigem Gesang und sanfter Musik verliert und dann nach kurzem Aufbäumen urplötzlich endet.

Four Year Strong haben sich mit „Brain Pain“ Zeit gelassen. Dazu kann man nur gratulieren, denn es hat sich definitiv rentiert. Die zwölf Songs überzeugen allesamt. So darf es gerne wieder fünf Jahre dauern, bis die nächste Perle erscheint.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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