Gloo – A Pathetic Youth

Band Gloo
Musikrichtung Punkrock, Rock
Redaktion
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Auf einem Debütalbum soll man ja Eindruck schinden – das haben sich die Briten von Gloo zu Herzen genommen. Mit tollen Riffs, viel Energie und erkennbarer Freude an dem, was sie da tun, starteten sie in ihre Punkrock-Karriere. Nachdem das Trio sich im Februar 2014 zusammengefunden hatte, gab es bis dato noch nichts Physikalisches zu erwerben.

Als im Sommer 2018 aber „A Pathetic Life“ als Download verfügbar war und sich nicht nur Kerrang oder Upset ziemlich begeistert zeigten, war klar, dass es auch auf Tonträger gebannt werden musste. Trotz der schon im Vorfeld eingeheimsten Lorbeeren nannte Sänger Tom Harfield den Plattenvertrag mit Hassle Records einen absoluten „Game Changer“ und egal wie die Sache ausgehe – „at least we are on Vinyl“.

Man merkt an dieser Aussage, dass ein gewisser Humor bei Gloo nicht zu kurz kommen. In ihren Texten rechnen die drei mit dem verbohrten Kleinstadtleben ab und gehen betont selbstironisch ans Werk.

„Holiday“ macht den Auftakt auf „A Pathetic Youth“ und zeigt dem Hörer sofort den Stil, den Gloo pflegen. Rauer Gesang und viel rotziger Rock – man könnte sich an die Anfänge der Subways erinnert fühlen – aber auch viele punkige Elemente sind hier verbaut, sodass es auch etwas flotter von statten geht („No Shit Sally“).

Ganz gleich ob nun „Fore You“, „Act My Age“, „Let Me Have Some“ oder „Pissheads“, Gloo rocken sich durch ihre zehn Songs, ohne Pausen, ohne Balladen und vor allem ganz ohne großes Getue. Sie reduzieren den Sound auf Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang. Aber wenn ein Album wie „A Pathetic Youth“ dabei rauskommt, braucht es definitiv auch nicht mehr.

Wer hier Punk im Stile von Nofx oder Pennywise erwartet, ist falsch. Aber wer ehrlichen Punkrock von der Insel hören will, der sollte Gloo unbedingt eine Chance geben. Keine basslastige Überproduktion, kein unnötiges und übertriebenes Gehabe, aber auch keine wirklichen Ohrwürmer, das ist es was auf „A Pathetic Youth“ bietet. Und das ist wirklich gelungen.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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