Grade 2 – Graveyard Island

Band Grade 2
Musikrichtung Streetpunk
Redaktion
Lesermeinung
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Punkrock auf Hellcat Records, produziert von Tim Armstrong – jedem Kenner der Materie dürfte klar sein, dass sich das Ergebnis vom Stil her an älteren Rancid-Platten orientieren und im mittlerem Tempo angesiedelt sein wird. Ein gutes Album muss dabei am Ende nicht zwingend herauskommen.

Im Fall von Grade 2 liegt die Antwort irgendwo in der Mitte. Es gibt wichtigere Platten als „Graveyard Island“, aber auch deutlich schwächere – (un)gesundes Mittelmass eben.  Legt man sich auf die Couch und hört sich das neuste Werk der Briten an, wird man nicht vor Begeisterung aufspringen. Vor Langeweile wegdösen dürften indes auch nur die wenigsten.

Ein gute Arbeitsmoral wird dem Trio allerdings jeder attestieren. 2013 gegründet haben Jack Chatfield (Gesang und Gitarre), Sid Ryan am Bass und Jacob Hull an den Drums schon zwei Alben und drei EPs veröffentlicht. Nun folgt das dritte Album und das ist auf sechs Jahre gesehen dann vielleicht doch etwas zu viel.

„Tired Of It“ platzt gleich recht fidel ins Haus, ist als Opener aber auch schon das Highlight der Platte. „Reality Is Calling“ sowie die folgenden Songs sind alle nach typischem Muster im Mid-Tempo gestaltet. Was man aber definitiv hervorheben sollte, ist Chatfields angenehm-agressive Stimme.

„Don´t Look Back“ kommt dann auf einmal flotter daher und reißt einen etwas aus dem Trott. Aber spätestens beim nächsten Titel („Johnny Aggro“) sind wir wieder beim klassischen Hellcat-Sound.

Die zwölf Song auf „Graveyard Island“ sind zwar allesamt gut. Doch wird man als Künstler eben auch an anderen Bands eines Labels und Genres gemessen. Und wenn auf deinem Label Bands wie The Unseen oder The Distillers veröffentlichen, musst du schon etwas mehr auffahren, um zu überzeugen.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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