Guilt Trip – River Of Lies

Band Guilt Trip
Musikrichtung Beatdown Hardcore, Metal
Redaktion
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Hört man die Wortkombination aus Beatdown Hardwear und United Kingdom wird es bei vielen Klick machen. Da denkt man wohl unweigerlich an Bands wie Malevolence, Desolated oder seid neuestem auch an Brutality Will Previal. Jede dieser Bands steht für ihre ganz eigene Mischung aus Hardcore und mehr oder weniger starken Metaleinflüssen. Guilt Trip aus Manchester machen es sich nun mit ihrer Debüt-LP „River Of Lies“ mehr als gemütlich in diesen Reihen.

Das Fünfergespann macht von Anfang klar was die Hörer auf dem rund 20 minütigem Longplayer erwartet: Eine Mischung aus gängigem Beatdown-Hardcore, treibenden Grooves und klassischen Metalriffs. Das ergibt ein durchaus rundes und durchdachtes Album, auf dem es bis auf die beiden Gesangfeatures leider aber keine großen Überraschungen gibt. Auch das Arrangement der einzelnen Elemente ist „nur“ grundsolide. Viele der Hardcore-Riffs, Breakdowns oder Beatdownparts hat man schon oft gehört, wenngleich alles sehr druckvoll und somit mitreißend produziert ist.

Einzig und allein die klassischen Trash- oder Deathmetalriffs kennt man in dieser speziellen Kombination noch nicht allzu gut. Auch schlägt sich die Metalästhetik des Covers in den Lyrics nieder und schlägt so einen etwas erfrischenden Bogen. Die beiden Featureparts steuern niemand geringeres als Matthi von Nasty und der Sänger der englischen Metal-Band Exemption bei. Ersterer gehört mittlerweile wohl zu den meist gefeatureten Sängern im Hardcore. Matthias „Matthi“ Tharnat  tritt hier zwar nicht in Höchstform, aber dafür recht kreativ mit der Hilfe von Lofi-Effekten auf. Alex hingegen liefert einen Standard-Part ab, wie er auch von vielen anderen stammen könnte. Dafür passt seine metalisch-helle Stimmenfarbe perfekt zum Gesang des Guilt Trip-Frontmanns. Jay Valentines helle Stimmfarbe und seine klaren Mid-Shouts tragen sehr zur Stimmung des Albums bei und heben es deutlich von anderen Genrevertretern ab.

„River Of Lies“ ist eine solide und sehr stimmige Debüt-LP mit wenigen, erfrischenden Elementen geworden. Auf das Niveau der grandiosen Debüts ihrer Label-Kollegen Dagger Threat oder Slope schaffen es Guilt Trip nicht. Für einige zertrümmerte Wohnungsmöbel und ziemlich energetische und schwitzige Shows wird das Album dafür umso mehr sorgen.

Autor Aaron-Corin Hane
Wohnort Lüneburg
Beruf Student
Dabei seit März 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews
Top-Alben Stick To Your Guns - alle Releases seit Hope Division, Black Sabbath - Paranoid, Dream Theater - Train Of Thought, The Beatles - Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, Parkway Drive - Atlas, Idles - Brutalism
Die besten Konzerterlebnisse Tour Of The Year 2014; Taste Of Anarchy Tour 2015; Summer Breeze 2014; Destruction Derby 2015

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