Landscapes – Reminiscene

Landscapes - Reminiscene

Landscapes – Reminiscene

In der letzten Zeit schwappt eine große Welle von jungen und auch ambitionierten britischen Hardcore-Bands von der Insel auf das Festland. Waren es in den letzten Jahren nur wenige, wie die Dead Swans oder More Than Life, die es auch hier zu Lande zu großem Erfolg brachten, so ringen nun schon deutlich mehr um die Gunst der Hörer. Die Liste lang, sie reicht von Throats, über Lonewolves bis hin zu Santa Karla.


Nun wollen sich Landscapes aus Brighton im Osten Englands mit ihrer Debut-EP „Reminiscene“ in diese Liste einreihen und dabei auch den ein oder anderen Konkurrenten überholen. Mit einer kleinen Tour zusammen mit der Leipziger Band Have Regrets durch den Osten der Republik haben Landscapes schon den ein oder anderen Zuschauer für sich gewonnen. „Reminiscene“ startet mit „Overcast“ und sofort kommen einem Ähnlichkeiten zu More Than Life in den Sinn, denn Landscapes spielen fast die selbe Machart von Hardcore wie ihre Landsmänner. Nichtsdestotrotz versucht die Band ihre eigene Note mit einzubringen, was den Jungs teilweise auch gelingt. „Drencher“ geht von der Melodik ähnlich zur Sache wie „Overcast“, beschäftigt sich textlich aber nicht mit dem Gefühlsleben, sondern mit dem Verlust von wichtigen und nahestehenden Menschen. „Take Me Home“ präsentiert sich schlicht nach vorne gespielt, weiß aber auch dennoch auf ganzer Linie zu überzeugen, vor allem auch lyrisch. „That brings us to our knees. I‘m scared of letting go“ gibt Sänger Shauny zum Besten und man merkt seiner verzweifelten Stimme an, dass er es verdammt ernst meint. Gefühle und Emotionen sind hier immer präsent, bei jedem Stück. So auch bei „Silhouette“ und dem abschließenden „Love Alone“. Beide Stücke drehen sich thematisch zwar um das selbe Thema, die Liebe, aber besonders „Love Alone“ ist ein wahres Goldstück. Am Ende dieser EP mit seinen knapp 18 Minuten steht fest, das Landscapes das sind, was More Than Life 2008 waren: Der heißeste Geheimtipp in Sachen Melodic Hardcore. Zwar vermisst man an einigen Stellen etwas Eigenständigkeit, aber „Reminiscene“ ist durchweg mitreißend und ein mehr als tolles Debüt einer noch jungen Band.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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