Make War – Get It Together

Band Make War
Musikrichtung Punkrock
Redaktion
Lesermeinung
7.5

Langweilig wird es mit Make War so schnell ganz sicher nicht. Das zweite volle Werk wartet nun in den Plattenläden und bieten einen schönen Mix aus vielen verschiedenen Variationen des Punkrock, so wie er in den letzten 20 Jahren gespielt wurde. Wenn man einen Vergleich wagen will, dann klingen Make War ein bisschen nach The Flatliners oder The Lawrence Arms. Die kratzige Stimme von Sänger Jose Prieto und auch der Sound, der von Midtempo über richtig schnelle Songs alles beherbergt, lassen diesen Schluss durchaus zu.

„Get It Together“  startet mit  „Hopeless Dreamer“ recht gemächlich und der Opener wird vom darauffolgenden „My Bones“ auch nicht gleich groß übertrumpft. Beides sind solide Punkrock-Songs, aber Make War können das viel besser – und das zeigen sie auch im Verlauf des Albums sehr eindrucksvoll. „No Excuses“ gibt etwa sehr viel mehr Gas und die bereits erwähnten rauen Vocals machen sich zwischen den Melodien exzellent.

Gleich darauf wird dann bei „Squeeze“ wieder etwas entspannter gerockt – hier klingt ein leichter Touch Grunge durch – nur um im folgenden „No Mas“ mit spanischen Lyrics einen aggressiven und flotten Song zu präsentieren. Wie gesagt, langweilig wird es auf dieser Scheibe gewiss nicht.

Die beiden Singles „Sails“ und „Oh Brother“ haben schließlich schon gezeigt, wohin der Weg führt. So ist „Sails“ ein eher ruhig gehaltener melodischer Song, der schön ins Ohr geht und „Oh Brother“ ein klassischer Melodicpunksong, der von A bis Z voll ins Schwarze trifft. Make War beenden ihr Werk dann mit dem Titelsong, bei dem sie nochmal alles auffahren, was die Band ausmacht. Ein gelungener Abschluss für ein gelungenes Album.

Klar, Make War werden nicht gleich zum neuen Aushängeschild von Fat Wreck Chords werden, aber man muss ihnen schon hoch anrechnen, dass sie es auf dieses renommierte Label geschafft haben, alleine dieser Schritt bleibt vielen hoffnungsvollen Punk-Bands immer verwehrt. Und mit „Get It Together“ zeigen sie der breiten Masse auch, warum Fat Mike sie unter Vertrag genommen hat. Fans von melodischen Punkrock, der aber auch mal aufs Gaspedal tritt, können hier beruhigt zugreifen.

Hinterlasse einen Kommentar