Maximo Park – The National Health

Label Universal
Musikrichtung Indie, Rock
Redaktion
Lesermeinung
3

Die Promomaschine läuft auf Hochtouren, das Cover ist kreischend pink – Maxïmo Park haben ein neues Album herausgebracht und jeder soll es mitkriegen. Für „The National Health“ brauchten die Briten drei lange Jahre – aus Angst vor einem Burnout und mangelnder Kreativität. Nun gut, das Burnout ist ausgeblieben. Die Kreativität allerdings ebenfalls.

Klar, Maxïmo Park waren sowieso nie sonderlich einfallsreich. Paul Smiths außergewöhnliche Stimme und gradlinige Melodien inklusive eingängiger Refrains bildeten das offensichtliche Erfolgsrezept. Nichts mit intelligenten Lyrics und erst recht keine beeindruckende musikalische Kompetenz. Mit diesem vierten Album wird jedoch klar, dass eine solche Masche nicht mehr zieht. Maxïmo Park machen keinen Spaß mehr. Das liegt zum einen an Liedern, die nicht verstörender, langweiliger und nerviger sein könnten („Banlieue“). Zum anderen an lyrisch einseitigen Songs wie „Hips & Lips“, welche natürlich zeitgleich ebenso verstörend, langweilig und nervig sind wie der Rest (the way you stick out your lips / and keep your hand on your hips / and i’m supposed to know / what that means). Smith meinte mal, vor der Bandgründung habe er gar nicht gewusst, dass er singen kann. „National Health“ sollte eigentlich wieder Grund genug für Zweifel an seiner Sangeskunst geben. Da gruselt‘s einem im Ohr.

Selbst akzeptable Songs wie „Write this down“ oder „Unfamiliar Places“ können  nichts mehr retten. Dieses „Comeback“ hätte man sich sparen können.

Autor Ines Kirchner
Wohnort Berlin
Beruf Project Manager
Dabei seit Juli 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Akkreditierungen, Organisatorisches, Reviews
Top-Alben u.a. Gallows - Grey Britain, The National - Trouble Will Find Me, Touché Amoré - Parting the sea...
Die besten Konzerterlebnisse u.a. Have Heart (2009, Köln), Gallows (2010, London), Basement (2012, London), Iron Chic, Ceremony, Trash Talk, Rise & Fall, Touché Amoré (divers)

Kommentare

  3 kommentare

  1. Aha.

    Ich kann keinen der Kritikpunkte nachvollziehen. Das Album zeigt eine deutliche Weiterentwicklung, die Keyboards sind inzwischen viel dominanter. Und natürlich sind die Texte klasse. Ja gut, nicht jeder. Aber mal den von „Banlieu“ gelesen? Sich Infos zum Background besorgt? Genauso seltsam ist die vollkommen bemüht aber unsouverän wirkende Sprache des Rezensenten. „Verstörend“ hat in der Musik keine ausschließlich negative Konnotation, der Herr. Naja, jedem sei seine Meinung überlassen. Aber das Review ist halt schlecht. Sorry.

  2. Markus

    Typ, du musst erst mal richtig Lesen lernen, bevor die derart kritisierst. „Der Herr“, der dieses Review verfasst hat, ist nämlich keiner. Haha.

  3. Aha.

    Pardon. Dann natürlich die Dame. Ändert aber an meiner Kritik nichts.

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