New Found Glory – Radiosurgery

Album Radiosurgery
Label Epitaph
Musikrichtung Pop-Punk
Redaktion
Lesermeinung
5

„Pop-Punk’s not dead!“ – dieser Satz prangt groß auf der Rückseite des Booklets zur neuen New Found Glory Platte „Radiosurgery“. Und ja, die Szene ist so lebendig wie selten zuvor. Alleine die Zahl der in diesem Jahr erschienen Alben dieses Genres zeigt das. Um nur ein paar zu nennen: Set Your Goals, The Wonder Years, Man Overboard, The Story So Far und nicht zuletzt das Comeback-Album der Band mit dem wohl größten kommerziellen Erfolg, Blink-182. New Found Glory waren mit ihren Veröffentlichungen auch sehr erfolgreich, vorallem in Amerika hat die Band große Charterfolge feiern können. Nach dem Labelwechsel 2008 zu Epitaph konnte man mit „Not Without A Fight“ ein richtig gutes Pop-Punk-Album vorlegen, welches alle Stärken der Band auf sich vereinte. Besonders zu nennen wäre hier die außergewöhnlichen Songwriting-Qualitäten der Band. Spätestens seit dem Überhit „My Friends Over You“ vom Album „Sticks And Stones“ sollte jedem Genre-Fan NFG ein Begriff sein.

Wie also klingt „Radiosurgery“? Klar, die schon fast zu schmalzige Stimme von Sänger Jordan trällert einen Ohrwurm nach dem anderen in Richtung Gehörgang. Sowohl Gitarren- als auch Gesangsmelodien sind auf Eingängigkeit getrimmt – nach über 12 Jahren im Geschäft weiß man wie der Hase läuft. Und auch textlich bewegt man sich eher auf  dem Herschmerz-Liebesromanzen-Niveau, was man dieser grundsympathischen Band aber einfach nicht übel nehmen kann. Trotz dieser Faktoren bleiben New Found Glory natürlich und irgendwie merkt man der Band auch immer noch ihre Verbundenheit mit der Punk- und Hardcoreszene an – und sei es nur wegen dem Madball-Sticker auf der Gitarre im Video zur Single „Radiosurgery“. All Time Low, Simple Plan und Konsorten, können da getrost nach Hause gehen, denn mit Punk haben die ja wirklich nichts mehr zu tun.

Während es beim letzten Album auch musikalisch noch ein bisschen mehr von diesen Einflüssen zu hören war, spürt man jetzt deutlich mehr 90er Punk-Anleihen in den Songs. Frühe Green Day oder auch Rancid können hier sicherlich als Vergleich herangezogen werden. Mein Anspieltip „Memories And Battle Scars“ geht etwas schneller nach vorne, während die meisten Songs sich eher im mittleren Tempobereich bewegen, weiß aber gerade deswegen zu gefallen.

Das wäre sie wohl gewesen, die Sommerplatte 2011 – leider nur ca. 2 Monate zu spät. Aber da der Sommer eh nicht da war nur halb so schlimm. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den Sommer im nächsten Jahr – mit viel Sonne und diesem Album in den Ohren. Das Vorgänger-Album war meiner Meinung nach noch einen Ticken abwechslungsreicher, deshalb nur 5 Sterne in der Wertung. Für Fans und Genrefreunde jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung: Zugreifen!

Autor Jannik Holdt
Wohnort Mönchengladbach
Beruf Student
Dabei seit 2008
Deine Aufgabe bei Stageload Fotos, Präsentationen, Gewinnspiele
Top-Alben Have Heart - The Things We Carry / The Chariot - Long Live / Rise Against - Siren Song Of The Counter Culture / Another Breath - Mill City
Die besten Konzerterlebnisse "Ten It Around"-Tour von Comeback Kid in Köln

Hinterlasse einen Kommentar