Pears – s/t

Album Pears
Band Pears
Musikrichtung Melodycore, Hardcorepunk
Redaktion
Lesermeinung
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Wenn eine Band gut ist, innovativ und kreativ, dann erregt sie im Idealfall auch schnell die Aufmerksamkeit, die es braucht, um groß rauszukommen. Was Zach Quinn (Gesang), Brian Pretus (Gitarre), Erich Goodyear (Bass) und Jarret Nathan (Schlagzeug) in den bisherigen knapp sechs Jahren ihres Bestehens erreicht haben, ist eher selten zu finden.

Noch im Gründungsjahr 2014 erschien ihr erstes Album „Go To Prison“, was auch den Fachleuten bei Fat Wreck Chords nicht entging: 2015 wurde „Go To Prison“ kurzerhand nochmal veröffentlicht und im folgenden Jahr erschien auf dem renommierten Label auch das zweite Album „Green Star“.

Jetzt steht das selbstbetitelte Drittwerk bereit – 14 Songs, 14 Mal Power-Punk. Härtere Töne und verspielte Song-Strukturen geben sich hier munter die Klinke in die Hand. Pears-Songs bestehen nämlich oftmals nicht aus dem bekannten Schema Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, C-Teil, Refrain und so weiter. Nein, Pears haben auch D – und E – Teile, bauen ihre Lieder teilweise komplex auf und sind daher niemals vorhersehbar.

Sofort beim ersten Track „Killing Me“ wird einem schon alles geboten: Schicke Melodien, harte Töne, Gesang sowie etwas Geschrei sind dabei. Ausgefuchst-verspielte Parts natürlich auch. Pears halten sich einfach nicht an gewöhnliche Strickmuster. Das erste Lied, das veröffentlicht wurde war „Comfortably Dumb“: hart, schnell und dann im Refrain klassischer Melodycore. Ein schönes Gitarrensolo gibt’s obendrauf.

 

Textlich gehen die Herren größtenteils humoristisch zu Werke. Trotz der hauptsächlich sehr harten Gangart nehmen sie sich selbst und auch ihr Umfeld nicht allzu Ernst. „Worm“ zeigt das par excellence. Alleine schon der schräge Anfang des Liedes wirkt ziemlich verquer und so wie Quinn dann losbrüllt, passt das eigentlich gar nicht zusammen, aber so kennt man Pears.

Dieses selbstbetitelte Album knüpft nahtlos an die vorherigen Werke an. Meist kurze Songs, im Bereich zwischen einer und zwei Minuten geben einem wenig Zeit zu verschnaufen und lassen – was am Wichtigsten ist – keine Langeweile aufkommen. Ein absoluter Tipp für Fatwreck–Fans wie auch für Liebhaber etwas härterer Gangart. Pears vereinen nämlich beides sehr gut und wirken dabei frisch und alles andere als aufgesetzt.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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