Sleigh Bells – Reign Of Terror

Musikrichtung Noise-Pop
Redaktion
Lesermeinung
5

Derek E. Miller, ehemaliger Gitarrist der Post-Hardcore Band Poison the Well und Alexis Krauss, die als Spanischlehrerin arbeitete, lernten sich vor vier Jahren in einem New Yorker Restaurant kennen und gründeten sich kurze Zeit später als Sleigh Bells. 2009 gab es dann ein Demo-Tape und im darauffolgenden Jahr erschien mit „Treats“ ihr erstes Album. Seit diesem Zeitpunkt gab es zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte. Jetzt ist mit „Reign Of Terror“ Album Nummer zwei veröffentlicht worden.

Publikumsgeräusche und eine schreiende Stimme leiten den ersten Song ein. Gitarrensounds sind zu hören. „Push it! Push it! True shred guitar!“ shoutet Alexis mehrmals ins Mikrofon. Die Gitarrenriffs werden lauter. Die Songs auf „Reign of Terror“ handeln vom Verlieren und Gewinnen. In der ersten Single „Comeback Kid“, welche gleichzeitig das Highlight ist, singt Alexis mit aufmunternden Worten: „I know you tried so hard, but you can’t even win / you gotta try a little harder, you’re the comeback kid.“ Des Weiteren bietet das Album Cheerleader-Gesänge in „Crush“, Selbstmordgedanken in „Born to Lose“, süßen Dream Pop-artigen Gesang in „Road to Hell“ und ständig explosive Gitarrenparts, die auf „Demons“ ihren Höhepunkt haben. Allerdings sind hin und wieder auch ruhige verzerrte Gitarren zu hören, die Platz für nachdenkliche Momente schaffen.

Das Noise-Pop Duo aus Brooklyn mischt auf „Reign of Terror“ die elektronischen Beats des Drum-Computers mit harten Gitarrenriffs, sowie mit ruhigen und mal lauten Gesang, sodass die Songs gleichzeitig zärtlich süß, aber auch verzweifelt und aggressiv klingen. Dieser neuartige Sound bringt frischen Wind in die Indie-Pop Szene und spiegelt auch die Coolness der Beiden ganz gut wieder. Sie selbst beschreiben den Sound ihrer Platte als „the sonic equivalent of a beautiful shotgun to the head.“ Und genau danach klingt es auch. Dennoch besteht auf Dauer die Gefahr der Eintönigkeit, da die Songs im Gesamten nicht allzu abwechslungsreich sind.

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