Team Stereo – s/t

Album Team Stereo
Musikrichtung Punk, Alternative
Redaktion
Lesermeinung
6

Manchmal weiß man bereits beim Blick auf den Namen des zuständigen Musiklabels, auf welchen Sound man sich bei einer Band einstellen kann. Nuclear Blast steht für Metal aller Art, bei Staatsakt ist dagegen die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es schlichtweg komisch und irritierend wird. Redfield Records ist derweil für sein gutes Sortiment aus Hardcore-, Emo- und Punkrock-Bands bekannt: Any Given Day, Antillectual, The Pariah und etliche mehr haben dort schon ihre Werke veröffentlicht. Team Stereo sollen nun die nächsten sein. Eine Band, die Tanzmusik macht.

Das selbstbetitelte Debütalbum des Düsseldorfer Quintetts steht dabei ganz im Zeichen des Pop-Rock-Punkrocks. Elf Songs, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Klingen Team Stereo bei “Doctor Plasma” zum Beispiel wie eine poppige Version von City Light Thief, stehen bei “Gotham” vielmehr die unglaublich schnellen Gitarrenriffs im Vordergrund. Und “The Pack” wartet schließlich mit dem auf, was Team Stereo wegen der ohnehin übermäßigen Vielseitigkeit eigentlich gar nicht mehr nötig hätten: Vocal-Support von Richard Meyer, seines Zeichens Sänger und Gitarrist von KMPFSPRT.

Obwohl der Tanzmusik-Faktor zwar nicht immer direkt ins Auge sticht und so präsent ist wie beispielsweise bei “Honesty (Without Words)”, dem Pop-Rock-Song des Albums und der Beweis, dass diese Musik nicht auch gleichzeitig nerven muss, so ist er doch immer da. Die Musik von Team Stereo lebt von ihrer Eingängigkeit, ihren immer unterschiedlichen Rhythmen und vor allem von ihren immens vielen Ohrwürmern.

Bislang sollen Team Stereo noch nicht allzu viele Konzerte gespielt haben. Trotzdem scheint es aber unmöglich, dass sich das Publikum bei diesen gelangweilt haben könnte. Ihre Musik macht dafür einfach viel zu viel Spaß – und sie wirbelt obendrein das Redfield Records-Roster gehörig auf.

https://youtube.com/watch?v=k5lYfRmrvCA%3Flist%3DPLbVntGq0i3tZXaoqpAgq-MwHlL3dWkciQ

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